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Geschrieben

Heute, am 3. Juli 2015 jährt sich zum 80. Mal der Todestag von Firmengründer André Citroën. Im Laufe seines Lebens stellte er mehrfach seinen besonderen Einfallsreichtum unter Beweis. André Citroën war ein Visionär, der immer wieder außergewöhnliche Wege ging. Mit Blick auf sein Lebenswerk eröffnet eine interessante Ausstellung in Paris, die die Entwicklung der Marke Citroën Revue passieren lässt.

André Citroën hatte sich bis zu seinem Tode am 3. Juli 1935 selbst ein Denkmal gesetzt: Ab 1919 ließ er als erster Europäer Autos am Fließband produzieren. Eine der Grundlagen dafür lag in seinem technischen Verständnis. So besuchte er bereits in jungen Jahren die Firma seines Onkels in Warschau und lernte dort das Prinzip der Kraftübertragung durch Winkelverzahnung kennen. Er ließ sich eine Maschine patentieren, die in der Lage war, Verzahnungen in Form von Doppelwinkeln herzustellen.

Kurz darauf begann er mit der Produktion von winkelverzahnten und spiralverzahnten Rädern und Untersetzungsgetrieben aus Stahl unter anderem für Automobile. Mit seiner 1912 gegründeten Firma setzt er im Laufe der Jahre Maßstäbe. Eine besondere Errungenschaft: 1925 verbaute er die erste Ganzstahl-Karosse in einem europäischen Serienauto, dem Citroën Typ B12. Das Modell verfügte zudem als erster Großserienwagen über eine Vierradbremse, die es zuvor nur bei teuren Luxuswagen gab. In den darauffolgenden Jahren bereicherte André Citroën mit der Entwicklung verschiedenster Techniken die Automobilbranche. Hierzu zählten beispielsweise die ersten verstellbaren Vordersitze und die ersten Bremsleuchten – Dinge, die heute längst zur Grundausstattung eines Autos gehören.

André Citroën machte aber nicht nur mit technischen Innovationen von sich reden: Auch in den Bereichen Werbung, Fertigung und Vertrieb war er ein Pionier seiner Zeit, erfand die Dinge immer wieder neu, wie es Jahrzehnte später Persönlichkeiten wie Steve Jobs machten. André Citroën war unter anderem auch ein Vorreiter in Sachen Werbung, Finanzierung und dem Aufbau eines Handelsnetzes. Er ließ beispielsweise insgesamt 150.000 Verkehrsschilder mit dem Markenschriftzug Citroën aufstellen, organisierte Werbekarawanen zur Präsentation neuer Modelle und simulierte mit seinen Fahrzeugen Unfälle, lange bevor das Wort „Crashtest“ im Vokabular der Automobilindustrie auftauchte.

Zu Recht gilt André Citroëns Firma daher als innovativste Automobilmarke des 20. Jahrhunderts. Von Beginn an wollte der Franzose erschwingliche und praktische Autos bauen und bewies mit Modellen wie dem Type A, dem B 10 und dem Traction Avant seine Kreativität. Innovation und charakterstarke Modelle zeichnen Citroën auch heute noch aus. Bestes Beispiel hierfür ist der Citroën C4 Cactus, der mit seinem einzigartigen Design und vielen technischen Highlights wie kein anderes Modell die neue Markensignatur „LE CARACTÈRE“ verkörpert.

Anlässlich des Todestages von André Citroën vor 80 Jahren fand im Rathaus des neunten Arrondissements in Paris am 1. Juli 2015 eine interessante Ausstellung zu Ehren des innovativen Automobilbauers statt.

Umfangreiche Infos mit Bildern zu André, der Marke Citroën und den historischen Bezügen mit vielen Bildern siehe auch: Image von Citroën.

Geschrieben

da habe ich heute schon dran gedacht!

Todestag von A. Citroen

zum Glück bekommt er nicht mehr mit was heute so unter seinem Name läuft :-(

Gruß Uwe

Geschrieben

Ich eher glaub, der würde staunen, daß es seine Auto-Marke überhaupt noch gibt. Denn damals war der total marode Automobilhersteller Citroën grad von Michelin übernommen worden. Und André hat seinen großen Teil dazu beigetragen, daß es so weit kommen mußte.

Geschrieben
Ich eher glaub, der würde staunen, daß es seine Auto-Marke überhaupt noch gibt. Denn damals war der total marode Automobilhersteller Citroën grad von Michelin übernommen worden. Und André hat seinen großen Teil dazu beigetragen, daß es so weit kommen mußte.

Ja, da könntest Du Recht haben. Ich glaube auch, dass André einerseits staunen würde, dass es noch immer Autos gibt, die seinen Namen tragen, andererseits glaube ich aber auch, dass er stinksauer wäre, was die aktuellen Marketingaktivitäten angeht. Auch mit Blick auf die Modellpalette wäre er wohl nicht ganz glücklich.

Dass die Firma damals Konkurs anmelden musste, ist vielleicht auch zu einem Teil André's Schuld, keine Frage. Die 20er und 30er Jahre waren aber, trotz Weltwirtschaftskrise, auch goldene Jahre für Automobilbauer. André hat mit seinen revolutionären Ideen gekonnt auf sich aufmerksam gemacht. Er hat keine Gelegenheit ausgelassen, seinen Namen publik zu machen. Ich bin davon überzeugt, dass es für viele Autokäufer damals "cool" und chic war, einen Citroën zu besitzen.

Ob die Firma, wie Du schreibst, marode war, oder einfach kurzfristig nicht genug Geld hatte, um die gigantischen Investitionen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Traction zu finanzieren, ist aus meiner Sicht ein großer Unterschied.

Es gibt Gerüchte, dass u.a. die Firma Michelin die Gunst der damaligen Stunde genutzt hat und zugesagte Kredite nicht gewährt hat, um so "günstig" in den Besitz der Firma zu kommen.

Geschrieben

Ich rotiere mich ein paar mal für A. Citroën, welcher das wohl im Grabe selber nicht mehr tun kann...:)

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