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Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Minuten schrieb fluxus:

die am BEV als Null-Emissionsfahrzeug zweifeln, Leute, die es mit wirklich wirksamer Energiewende gut meinen.

Also ich zweifle, wie fast jeder andere auch, am BEV als Null-Emissionsfahrzeug. Aber kann eine wirksame Energiewende darin bestehen, weiter Öl und Gas zu verbrennen um sich fortzubewegen?

Appelle für Verzicht werden nicht funktionieren (es ist ja für viele schon problematisch, bei 19 Grad Raumtemperatur zu leben). CO2-Reduktion erst dann anzugehen, wenn genügend Erneuerbare-Energien-Anlagen für Mobilität zur Verfügung stehen, ist zu spät. Wir müssen jetzt noch viel, viel radikaler die Energiewende angehen. Inkl. der Vorbereitung der Mobilität auf eine Erneuerbare-Energien-Zukunft (das kann man nämlich auch nicht von einem Tag zum Anderen ändern).

Irgendwo habe ich gelesen, dass wir unser CO2-Budget in Deutschland in 9 Jahren verbraucht haben werden, wenn alles so bleibt, wie es jetzt ist. Das ist nicht mehr lange. Wenn das eintritt, dann wird jede Regierung zur Verbotspartei werden müssen, egal, ob progressiv oder konservativ.

Martin

Bearbeitet von -martin-
Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb -martin-:

Also ich zweifle, wie fast jeder andere auch, am BEV als Null-Emissionsfahrzeug. Aber kann eine wirksame Energiewende darin bestehen, weiter Öl und Gas zu verbrennen um sich fortzubewegen?

Da zweifelst Du richtig, aber die Rechtsetzung der EU und die Protagonisten der E-Mobilität sehen das anders. Nur ein Beispiel von vielen, aber durchaus typisch in der Ausgangsbasis der Argumentation:

https://www.autobahn.de/nachhaltigkeit/projekte/detail/emissionsfreier-fuhrpark 

Eine wirksame Energiewende muss natürlich auch die Mobilität erfassen, denn das endliche Öl zu verbrennen, ist in der Tat keine dauerhafte Lösung. Natürlich wird dabei das E-Auto eine wichtige Rolle spielen, das bezweifele ich nicht. Das Problem ist das schnelle Hochfahren, das zu dem Paradox führt, dass lokale Emissionsreduktion mit dem Verbrauch von dreckiger Primärenergie korreliert. Elektrisch zu fahren, wird irgendwann das kleinere Übel sein, aber es wird noch Jahrzehnte dauern bis weltweit die Primärenergie einigermaßen klimaneutral erzeugt wird. Ich finde es jedenfalls problematisch, dass wir via E-Prämien für den Kauf von E-Autos den Verbrauch von Energie subventionieren. Sinnvoller wäre es doch, gezielter als jetzt die Erzeugung erneuerbarer Energie staatlich zu fördern. 

fl.

 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb fluxus:

Ich finde es jedenfalls problematisch, dass wir via E-Prämien für den Kauf von E-Autos den Verbrauch von Energie subventionieren. Sinnvoller wäre es doch, gezielter als jetzt die Erzeugung erneuerbarer Energie staatlich zu fördern. 

Das wird ja gemacht, nur halt zu wenig. Die Einspeisevergütungen sind zu niedrig und die Genehmigungsverfahren dauern zu lange. Ich denke aber, dass Einige in der Regierung kapiert haben, was jetzt ansteht. Die Förderung von neuen E-Autos dagegen wird reduziert und fällt spätestens 2025 ganz weg.

Auf meine versteckte Frage hast Du aber noch nicht geantwortet: sollen wir die Transformation verschieben, um dann in vielleicht 15 Jahren festzustellen, dass wir zwar genügend EE haben, es aber weitere 15 Jahre dauern wird, bis die Verbrenner aus dem Bestand ausgeschlichen sind? Dann wären wir im Jahr 2052 angekommen!

Wird eine schnellere Transformation nicht eher dazu führen, dass die Entwicklung der EE ebenfalls schneller geschieht?

Es ist einfach ein geiles Gefühl, wenn man selbst im November noch ausreichend Strom vom Dach erntet um sowohl Wärmepumpe, als auch Büro, Wohnung und zwei E-Autos damit zu versorgen. Dieses Gefühl wollen sicher immer mehr Menschen haben, je schneller die Transformation fortschreitet.

Oder siehst Du das anders?

Martin

  • Like 1
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb -martin-:

Appelle für Verzicht werden nicht funktionieren (es ist ja für viele schon problematisch, bei 19 Grad Raumtemperatur zu leben).

(OT) Ich frage mich immer wie unsere Vorfahren ueberlebt haben, um uns zu zeugen.

Zitat

Damit der Rotwein ein wirklicher Genuss wird, sollten Sie ihn auf keinen Fall bei Zimmertemperatur servieren. Die Empfehlung stammt aus Zeiten, in denen die durchschnittliche Raumtemperatur deutlich niedriger lag, als es heute der Fall ist. Heutzutage liegt die durchschnittliche Zimmertemperatur bei ca. 20 Grad. Der gute Tropfen bekommt dann eine deutlich alkoholische Note, und die feinen Aromen leiden spürbar.

https://www.edeka.de/ernaehrung/expertenwissen/1000-fragen-1000-antworten/sollte-man-rotwein-bei-zimmertemperatur-trinken.jsp

Wenn man dann noch Klagen liest, dass Kinder nicht mehr schwimmen lernen koennten, weil die Wassertemperaturen im Schwimmbad deutlich unter der von frischem Urin liegt ... und Autos ohne Sitzheizung und Klimaanlage ...

Ich will ja nicht Entsagung predigen, aber Dekadenz ist auch nicht die Loesung!

(/OT)

Cato der Ältere: Und im Uebrigen bin ich der Meinung, dass es wenig Sinn macht dicke Verbrenner durch noch dickere Elektrofahrzeuge zu ersetzen!

  • Like 3
Geschrieben (bearbeitet)
4 hours ago, -martin- said:

Aber kann eine wirksame Energiewende darin bestehen, weiter Öl und Gas zu verbrennen um sich fortzubewegen?

Wie bewegt sich denn ein BEV fort? Mit 0g CO2 pro Kilometer, wie nach WLTP?

Beispiel:

Quote

CO2-Emission kombiniert (WLTP): 0 g/km

https://www.porsche.com/germany/models/taycan/taycan-models/taycan/

Blödsinn.

(Der WLTP-Unsinn, nicht deine Frage)

2 hours ago, MatthiasM said:

[...] im Uebrigen bin ich der Meinung, dass es wenig Sinn macht dicke Verbrenner durch noch dickere Elektrofahrzeuge zu ersetzen!

Stromer sind deutlich effizienter. Da kann man doch locker ein doppelt so großes E-Ding mit 180 statt dem Popelverbrenner mit 130 über die Autobahn jagen und hat am Ende immer noch das grüne Hemd an.

Bearbeitet von schwinge
Geschrieben

Eines der großen Probleme der Fahrer der großen (Elektro)wagen ist ja, daß sie "130" nicht als "jagen" empfinden. Da ist eher von "Mindestgeschwindigkeit", "Ökoterror" und "Gängelung" die Rede.

Wobei Kollegen immer wieder begeistert berichten, daß sie den Arbeitsweg zuletzt langsamer und ausgeglichener angingen und kaum mehr Zeit gebraucht haben. Eigentlich waren sie genauso schnell.

In der Meßtechnik kennt man den Crestfaktor, was der Quotient aus Spitzenwert und Effektivwert ist. Ich gehe fest davon aus, daß man mit einem Faktor von 1,1 genauso schnell ist wie mit einem Faktor von 1,8 oder mehr, speziell wenn der Effektivwert der gefahrenen Geschwindigkeit gleich groß ist.

Gernot

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb Gernot:

Da fordert der Heckmotor seinen Tribut.

Zitat

Im Unterschied zum deutschen Hauptwettbewerber und den meisten seiner Pendants aus Europa wird der MG4 Electric nicht allein mit dem fahrdynamisch vorteilhaften Heckantrieb, sondern später auch mit Allradantrieb verfügbar sein. Das bietet in dieser Klasse kein anderer.

Die wollen einfach keine guten Autos bauen ;)

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb schwinge:

 

Stromer sind deutlich effizienter. Da kann man doch locker ein doppelt so großes E-Ding mit 180 statt dem Popelverbrenner mit 130 über die Autobahn jagen und hat am Ende immer noch das grüne Hemd an.

Das ist doch Mumpitz !

Greenwashing at its best.

Es folgen theoretische Annahmen....

Wenn ich einen zügig gefahrenes E-Auto mit 20% weniger Energie bewege, als einen moderat gefahrenen Verbrenner ist das ein klitzekleiner Anfang. Fahre ich mit einem effizient gestalteten E-Auto (ergo kein SUV, keine 400 PS) moderat und spare gegenüber dem Verbrenner 80% Energie, dann ist das Fortschritt.

Und die übermotorisierten E-Boliden ab 70000€ leisten sich sowieso (fast) nur Menschen, denen Geld egal sein kann und die den Greenwashingeffekt gerne mitnehmen.

Meine Meinung.

  • Like 1
Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb silvester31:

Greenwashing at its best.

Es folgen theoretische Annahmen....

Wenn ich einen zügig gefahrenes E-Auto mit 20% weniger Energie bewege,

Wenn ich ein E-Auto mit regenerativ erzeugtem Strom lade ist es ziemlich egal wie ich es bewege. Es muß eben nur genügend grüner Strom verfügbar sein.

 

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb SeppCx:

Wenn ich ein E-Auto mit regenerativ erzeugtem Strom lade ist es ziemlich egal wie ich es bewege. Es muß eben nur genügend grüner Strom verfügbar sein.

 

Jein !

Wenn der regenerative Strom, der mit dem E-Auto verballert wird an anderer Stelle (Haushalt, Industrie...) fehlt und durch herkömmlichen Strom ersetzt werden muß definitiv nicht. Und von 100% regenerativem Strom sind wir Lichtjahre entfernt. Vor allem global. Und global ist die einzige Sichtweise, die für's Klima relevant ist.

Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb silvester31:

Und von 100% regenerativem Strom sind wir Lichtjahre entfernt. Vor allem global. Und global ist die einzige Sichtweise, die für's Klima relevant ist.

Mit der Sichtweise wird gerne und seit Jahrzehnten jedweger Ausbau relativiert. Zugegeben, es ist ein sehr langer Weg aber wer nicht losgeht kommt nie an. Es ist doch ganz deutlich zu sehen in welche Bredouille uns das Verzögern und Bremsen der letzten Jahre getunkt hat, wäre das anders gehandhabt worden dann hätten wir es jetzt viel einfacher.    

  • Danke 1
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Ronald:

Die wollen einfach keine guten Autos bauen ;)

BMW schafft es den "fahrdynamisch vorteilhaften Heckantrieb" (was für ein Unsinn) mit Frontmotor zu bauen. Und "Fahrdynamik" ist vielleicht nicht das , was beim Alltagsauto mit nutzbarer Rückbank am meisten zählt. Da kommt jetzt dieser Heidi Buz, der mal eben 1985 mm breit ist ohne Spiegel. Das sind 125 mm mehr als ein C6. Das Ding geisterte ja einmal als Microbus durch die Presse. Irgendetwas ist da schiefgegangen.

Gernot

Geschrieben

Auch ein schönes Beispiel für sinnlose automobile Fettsucht aus der Nachbarschaft.

large.DSC03510.jpg.c1baec31fea50a4fa4a7c

Wer kein Augenmaß hat, zählt die Steine oder orientiert sich an der Garagenöffnung. Da muß man mit dem Hundei schon zielen.

Ansonsten:   Das Hundei ist 1890 mm breit. Der Mokka ist 1791 mm breit.

Gernot

PS:  Das Hundei kommt nicht in die Garage, weil da ein Pörschel drin steht. Der Mokka kommt nicht in die Garage wegen der Fahrräder und dem Müll.

 

Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb Gernot:

 

PS:  Das Hundei kommt nicht in die Garage, weil da ein Pörschel drin steht. Der Mokka kommt nicht in die Garage wegen der Fahrräder und dem Müll.

 

Du solltest dringend deine Nachbarn beim Amt melden !

In der Garage hat außer einem Auto sonst nichts etwas verloren (deutsche Garagenordnung). Sinn hat das freilich keinen, wird aber gerne Mal hirnlos durchgesetzt.

  • Haha 1
Geschrieben (bearbeitet)

Die im Freien stehenden E-Karren werden im Winter dann sicher mit 100% Ökostrom standbeheizt. 

Bearbeitet von TurboC.T.
  • Haha 1
Geschrieben

Für Anfang würde es mir reichen, wenn das Hundei bei Rückwärtsparken nicht auch außen unaufhörlich Bimmeln würde. Das ist in den oberen Etagen geradezu enorm laut zu hören. Die Nachbarschaft braucht nämlich immer etwas länger, bis das Vehikel richtig steht. Und wenn der Pörschel kommt, muß das Hundei wegfahren und dann wieder hingebimmelt werden.

Ökostrom ist hier am Lechkanal mit Kraftwerken alle paar Kilometer kein Problem.

Gernot

  • Haha 1
Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb -martin-:

Oder siehst Du das anders?

Ja, zum Teil, und zwar deshalb, weil wir jeden Strom benötigen, um die gesamte Transformation der Ökonomie umzusetzen. Oder anders: Der über PV-Anlagen erzeugte Strom wird dringend anderweitig benötigt, solange wir keine ausreichend leistungsfähigen Speicher haben. Ich habe irgendwo gelesen, dass in England die E-Ladestationen abgeschaltet werden können wenn der Strom benötigt wird, um Blackouts zu verhindern. Das Beispiel zeugt doch, wie eng der Rahmen ist, in dem sich die Energiewende bewegt. Wie teuer die Speicher alleine für die dezentralen PV-Anlagen sind, sehe ich an der Anlage, die mir demnächst aufs Dach gebaut wird. Ich bin froh, dass ich meinen eigenen Strom dann nicht verfahren muss, dafür reicht eine 7,2 kWp-Anlage gar nicht aus, und für eine größere ist auf dem Dach meines Hauses kein Platz. 

Die E-Mobilität muss hoch gefahren werden, da stimme ich Dir zu. Das darf aber nicht die Energiewende bremsen, also muss man sich darüber im Klaren sein, dass wir nicht enorm große Mengen Zusatzstroms verbrauchen dürfen, denn der wird nun mal (Achtung, Physik, da hat Lindner recht) fossil/atomar erzeugt, allen Greenwashing-Studien zum Trotz. Das habe ich hier schon gebetsmühlenartig beschrieben, und Ihr habt mir heftig widersprochen, und diesen Dissens halten wir dann eben  fest. Hochfahren heißt nach meiner Einschätzung: E in Städten einsetzen: Städtischer Kurzstrecken-/Lieferverkehr (Pflegedienst, Post, Taxi, dhl usw.) könnte gut bedient werden. Das wäre gut fürs Stadtklima, und die Technik könnte entwickelt werden.

Ich habe kürzlich mal mit ein paar Leuten über BEV im potenziellen praktischen Einsatz geredet. Wir haben alle mal darüber nachgedacht, welche Strecken wir innerhalb der letzten 4 Wochen mit dem Auto gefahren sind. Das war für manche derartig komplex und nicht planbar, dass alleine daran der Einsatz von BEV gescheitert wäre (lückenhafte Lade-Infrastruktur, zu lange Ladezeiten, zu geringe Reichweiten).

Man komme  mir  nicht mit Moral. Ölförderung und -Verbrennung ist genauso katastrophal wie der Abbau von Lithium und Kobalt, und das Zeug würde trotz aller Bemühungen um reduzierten Einsatz in den zukünftigen Batterien bei einem weltweit schnellen Hochfahren von E-Mobilität nach allem, was ich zuletzt gelesen habe, mehr gebraucht als jetzt. Ich weiß, dass in meinem Smartphone auch Lithium verbaut ist, aber Autobatterien in groß angelegter Massenproduktionen sind doch noch einmal ne ganz andere Hausnummer.

Wir sind uns im großen Ziel der Dekarbonisierung völlig einig, wir streiten uns bloß über den Weg. Genau dieser ist voller Paradoxien. Die zu sehen und danach zu handeln - darum geht es mir.

Gruß von Martin

  • Like 1
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Gernot:

Für Anfang würde es mir reichen, wenn das Hundei bei Rückwärtsparken nicht auch außen unaufhörlich Bimmeln würde. Das ist in den oberen Etagen geradezu enorm laut zu hören.

Das *ding-ding-ding…* höre ich auch jedes Mal, wenn die Nachbarn ihren Ioniq-Kasten in die Garage manövrieren. Nervig. 

Dennoch eine enorme Verbesserung zum brüllenden i30 N, mit dem man vorher das Wohngebiet beschallt hat.

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb silvester31:

Das ist doch Mumpitz !

 

Ich denke, er meint das sarkastisch!

 

vor 7 Stunden schrieb silvester31:

Sinn hat das freilich keinen,...

Ganz sinnfrei ist es nicht, weil Garagen eben in der Bauordnung privilegiert sind (Abstand Baumasse, Zufahrt..).  Ich kenne einen Fall wo jemand Fahrzeuge vor seiner Garage hat abschleppen lassen, obwohl da nie ein Fahrzeug drin stand. Er selbst hat den Patz aber gerne zum Parken genutzt.

Geschrieben

Ich finde es auch absurd Immer groessere Leistungen und Gewichte von Fahrzeugen mit besserer Effizienz zu rechtfertigen. Licht ist auch um etwa den Faktor fuenf effizienter zu haben, ist es deshalb richtig im Garten eine Flutlichtanlage zu installieren? 

Wie Fluxus schon anmerkte, man kann regenerativen Strom nur ein mal nutzen. Und sicher ist fast 50% regenerative Energie beim Strom ein schoener Erfolg, aber wenn man den Energiebedarf von Fahrzeugen und Heizung auch damit decken moechte, doch noch recht bescheiden.

Ich finde es notwendig, im Bereich Mobilitate auf regenerative Energien zu setzen und nicht darauf zu warten das wir davon im Ueberfluss haben. Denn das Auto hat ja noch mehr Probleme als sein reiner Verbrauch von fossilen Energietraegern. Auch sind paralelle Entwicklungen der Schluessel zu effizientem Fortschritt, aber Kritik an elektromobilen Verschwendern mit Relativierungen zu begegnen finde ich bigott. 

  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)
28 minutes ago, MatthiasM said:

[...] Kritik an elektromobilen Verschwendern mit Relativierungen zu begegnen finde ich bigott.

Du hast schon mehr als Recht, dass es besser wär, wenn auch ein im Vergleich zum Verbrenner in der gleichen Fahrzeugklasse bereits sehr viel sparsamerer Elektriker auch "unter Elektrikern" so sparsam wie möglich wäre.
Ich hab da nochmal drüber nachgedacht, und mir ist die Erleuchtung erschienen, dass wir beide in dieser Frage sozusagen vertauschte Rollen einnehmen, wenn man dieses Thema mit dem Tempolimit vergleicht.
Du wirbst für konsequente Energiekonservierung im individuellen BEV-Personenverkehr, wohingegen ich auch dem mit 250 km/ über die Bahn ballernden 3t E-Dickschiff den sprichwörtlichen grünen Stempel aufdrücken mag.
Beim Tempolimit sind dir dagegen 130 km/h wohl nicht zu schnell, wogegen ich ein 80 km/h Tempolimit befürworten würde.

Folglich muss ich hier offiziell meine Einstellung zu großen Elektrikern revidieren. So ein 45 km/h Plastikcitroen reicht ja auch für 90% der Fahrten des deutschen Durschnittsmichels. Für den Rest mietet er/sie/x sich halt was, was irgendwie ne dreistellige Geschwindigkeit errreicht. In den Kofferraum passt pro Passagier eine Banane - falls man sowas heutzutage noch schreiben darf, eine 500ml Flasche Wasser - nicht von Nestlé, sowie eine gemeinschaftlich zu nutzende Rolle Klopapier - Recyclingpapier, einlagig, nur für Notfälle.

Sorry, bisschen Farbe im Beitrag musste mit rein, machts mir einfacher. 

Bearbeitet von schwinge
  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)

t:D

Wie kommst Du auf das duenne Brett? Ich fahre, um Putin zu aergern, seit einigen Monaten 90 auf der Autobahn (echte). Wenn ich weiter weg fahre oder doch mal schnell nach Hause moechte, weil es spaet geworden ist, rase ich mit 107 km/h. 

Ich bin fuer 120! Diejenigen die Auto fahren koennen, fahren dann ohnehin 130 und der Rest 110:). (nur rational Denkende)

vor 32 Minuten schrieb schwinge:

So ein 45 km/h Plastikcitroen reicht ja auch für 90% der Fahrten des deutschen Durschnittsmichels.

Ich denke du unterschaetzt Pendler und Menschen die im Auto ihr Brot verdienen.

Was fuer mich die ueberdimmensionierten Elektrokisten ein wenig entschuldigt, ist das ein Auto immer noch sexy sein muss. Mit Sparkisten erobert man keinen neuen Markt. Und viele technische Neuerungen, von den auch Kaeufer von Vernunftfahrzeugen profitieren, kommen aus einem der unvernuenftigsten Bereiche unseres Lebens, dem Rennsport. Diese Haltung, hoeher, schwerer, leistungsstaerker,  aber zu uebernehmen, hat fuer mich etwas von den absurden Auesserungen, von Autolobbyisten  aus dem letzten Jahrtausend, die hier manchmal verlinkt werden.

 

Bearbeitet von MatthiasM
  • Like 1
  • Danke 1
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb schwinge:

wohingegen ich auch dem mit 250 km/ über die Bahn ballernden 3t E-Dickschiff den sprichwörtlichen grünen Stempel aufdrücken mag.

Bleibt noch anzufügen, dass bei 200 km/h und mehr der Akku nach 1/2 Std leer ist*. Soviel zum Reichweiten-Aspekt.

*) Das hat mal einer ausprobiert mit einem Audi etron, es gibt ein Youtube-Video davon.

Geschrieben
Am 11.11.2022 um 23:13 schrieb MatthiasM:

Cato der Ältere: Und im Uebrigen bin ich der Meinung, dass es wenig Sinn macht dicke Verbrenner durch noch dickere Elektrofahrzeuge zu ersetzen!

Cato, der Jüngere: ich bin im Übrigen der Meinung, dass man alte Verbrenner-Dickschiffe gerne durch neue Elektro-Dickschiffe ersetzen kann, denn Dickschiffe kann man nicht verhindern (die einen brauchen sie aus praktischen Gründen, die anderen aus mangelndem Selbstbewusstsein, das ist aber dem Klima am Ende egal).

 

Am 12.11.2022 um 01:16 schrieb schwinge:

Wie bewegt sich denn ein BEV fort? Mit 0g CO2 pro Kilometer, wie nach WLTP?

Nein, mit 0 - 100 gr CO2 / km, wenn man die Produktion der Batterie weglässt und mit 20 - 120 gr CO2 / km, wenn man sie dazurechnet. Je nach Laufleistung und Energieerzeugung.

In jedem Fall (auch im Falle eines echten E-Dickschiffes) mit deutlich weniger als vergleichbare Verbrenner.

 

Am 12.11.2022 um 10:28 schrieb silvester31:

Wenn ich einen zügig gefahrenes E-Auto mit 20% weniger Energie bewege, als einen moderat gefahrenen Verbrenner ist das ein klitzekleiner Anfang. Fahre ich mit einem effizient gestalteten E-Auto (ergo kein SUV, keine 400 PS) moderat und spare gegenüber dem Verbrenner 80% Energie, dann ist das Fortschritt.

Und die übermotorisierten E-Boliden ab 70000€ leisten sich sowieso (fast) nur Menschen, denen Geld egal sein kann und die den Greenwashingeffekt gerne mitnehmen.

Meine Meinung.

Genau so.

Wobei ein zügig gefahrenes E-Dickschiff mit 24 kWh/100km zu bewegen ist und ein moderat gefahrener Verbrenner mit 60 kWh / 100km. Da sind wir schon bei 60% Einsparung. Wenn dann das E-Dickschiff auch noch moderat gefahren wird, kann man gut 80% Energie einsparen. Das ist nicht nur ein kleiner Anfang, meiner Meinung nach.

 

vor 22 Stunden schrieb fluxus:

Der über PV-Anlagen erzeugte Strom wird dringend anderweitig benötigt, solange wir keine ausreichend leistungsfähigen Speicher haben. Ich habe irgendwo gelesen, dass in England die E-Ladestationen abgeschaltet werden können wenn der Strom benötigt wird, um Blackouts zu verhindern. Das Beispiel zeugt doch, wie eng der Rahmen ist, in dem sich die Energiewende bewegt. Wie teuer die Speicher alleine für die dezentralen PV-Anlagen sind, sehe ich an der Anlage, die mir demnächst aufs Dach gebaut wird. Ich bin froh, dass ich meinen eigenen Strom dann nicht verfahren muss, dafür reicht eine 7,2 kWp-Anlage gar nicht aus, und für eine größere ist auf dem Dach meines Hauses kein Platz.

Ohne unsere E-Autos hätte ich eine kleinere PV-Anlage auf's Dach gebaut. Jetzt wurden es 40 kWp (vorerst). Also hat die Transformation in unserem Fall zu mehr EE geführt. Ich denke, das passiert gerade an vielen Stellen und führt schneller zur notwendigen Energiewende.

Die Alternative ist ja immer, Öl zu verbrennen. Und das ist in jedem Fall schlechter.

 

vor 22 Stunden schrieb fluxus:

Ich habe kürzlich mal mit ein paar Leuten über BEV im potenziellen praktischen Einsatz geredet. Wir haben alle mal darüber nachgedacht, welche Strecken wir innerhalb der letzten 4 Wochen mit dem Auto gefahren sind. Das war für manche derartig komplex und nicht planbar, dass alleine daran der Einsatz von BEV gescheitert wäre (lückenhafte Lade-Infrastruktur, zu lange Ladezeiten, zu geringe Reichweiten).

Komisch, wir sind vorletzte Woche zu fünft (inkl. Gepäck) mit dem Model 3 nach Venedig zur Biennale und zurück gefahren (insg. 1.800km). Keiner der Mitreisenden hatte sich über irgendwelche Nachteile eines BEV beschwert. Das einzige Problem, das wir hatten, war, dass die Schnelllader zu schnell waren und wir einmal fast Blockiergebühr bezahlen mussten, weil das Auto nach 40 Minuten voll war und wir 60 Minuten für's Mittagessen gebraucht hatten. Ich musste dann vor dem Desert schnell raus und das Auto umparken.

Vielleicht sollte man nicht über einen potentiellen Einsatz reden, sondern über einen realen.

 

vor 22 Stunden schrieb fluxus:

Man komme  mir  nicht mit Moral. Ölförderung und -Verbrennung ist genauso katastrophal wie der Abbau von Lithium und Kobalt, und das Zeug würde trotz aller Bemühungen um reduzierten Einsatz in den zukünftigen Batterien bei einem weltweit schnellen Hochfahren von E-Mobilität nach allem, was ich zuletzt gelesen habe, mehr gebraucht als jetzt. Ich weiß, dass in meinem Smartphone auch Lithium verbaut ist, aber Autobatterien in groß angelegter Massenproduktionen sind doch noch einmal ne ganz andere Hausnummer.

Viele moderne Batterien werden heute ohne Kobalt hergestellt (LiFePo4). Lithium wird heute vor allem in Australien abgebaut, wo die Umweltschäden nicht mit denen in Chile vergleichbar sind. Man sollte vielleicht auch aktuelle Gegebenheiten wahrnehmen, wenn man die Erdölgewinnung mit der Gewinnung von Lithium vergleicht?

Komischerweise habe ich auch noch nie von einer Kritik über den Kobaltverbrauch für blaue Jeans oder für Metall-Legierungen gehört. Obwohl das mengenmäßig immer noch weit über den Mengen für E-Auto-Batterien liegt.

Martin

  • Like 1
  • Danke 1
Geschrieben

Am Ende des Tages - und ich wiederhole mich gerne:
Es hilft nur, weniger zu verbrauchen.

Wie man das in die Köpfe kriegen soll ist allerdings eine andere Baustelle.

Und noch eine Anmerkung, BEV mit bidirektionaler Ladefunktion können gut einen Hausspeicher ersetzen ( unterstützen).

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