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Marie-Luise Vollbrecht:„Geschlecht ist nicht (Ge)schlecht, Sex, Gender und warum es in der Biologie zwei Geschlechter gibt“


Ronald

Empfohlene Beiträge

vor 11 Minuten schrieb Ronald:

Wieder paar Seiten voll, aber immer noch keine Antwort.

 

Gender in der Biologie: Es gibt mehr als zwei Geschlechter

Nur „weiblich“ und „männlich“ ist zu wenig. Es gibt mehr als zwei Geschlechter. In der Biologie ist das inzwischen anerkannt.

31.03.2016, 19:30 Uhr

Die Wissenschaftszeitschrift „Nature“ – sie gehört zu den anerkanntesten in der Disziplin Biologie – veröffentlichte unlängst einen Übersichtsartikel, der gesellschaftliche Gewissheiten auf den Kopf stellt. Biologisches Geschlecht sei nicht einfach in zwei Varianten – „weiblich“ versus „männlich“ aufzuteilen. „Die Annahme, es gebe zwei Geschlechter, ist zu simpel“, erläutert Claire Ainsworth im Artikel „Sex redefined“. Sie fasst damit den Forschungsstand der Biologie zusammen, der von einem größeren Spektrum geschlechtlicher Entwicklungsmöglichkeiten ausgeht.

Kombinationen galten lange als "Störungen"

In der Biologie ist diese Sichtweise nicht so neu. Ganz im Gegenteil: Die Biologie nahm ihren Ausgangspunkt aus der sicheren Überzeugung, dass jeder menschliche Embryo in seiner Entwicklung zunächst das Potenzial habe, sich in weiblicher und in männlicher Richtung zu entwickeln. Es könnten bei den sich entwickelnden Menschen dabei Merkmale weiblichen Geschlechts deutlicher hervortreten oder solche männlichen Geschlechts. Bei anderen Menschen würden Kombinationen auftreten – lange Zeit untersuchte man diese mit den Mitteln der modernen Biologie und Medizin genauer, beschrieb sie aber bald als „Störungen“ und versuchte sie zu vernichten.

Die Furcht vor Ambiguität schwindet

Mittlerweile ändert sich die Perspektive. Auch in den westlichen Gesellschaften verschwindet zunehmend die Furcht vor geschlechtlicher und sexueller Ambiguität, im Sinne von Widersprüchlichkeit und Widerspenstigkeit. In den anderen Weltregionen war die Toleranz gegenüber Ambiguität ohnehin deutlicher ausgeprägt, wie der Leibniz-Preisträger und Arabist Thomas Bauer in seinem Werk „Die Kultur der Ambiguität“ (2011) zeigt. Erst die moderne europäische Wissenschaft nahm auch dort ihr fragwürdig Erscheinendes ins Visier, deutete und tilgte es.

Seit den 1970er/80er Jahren wurden auch in der Biologie die Einwände gegen biologische Modelle strikter geschlechtlicher Zweiteilung wieder deutlicher. Zentrale Denkanstöße gaben Arbeiten feministischer Wissenschaftskritik. Für die Diskussion geschlechtlicher Vielfalt waren hier unter anderem Veröffentlichungen der US-amerikanischen Naturwissenschaftlerinnen Anne Fausto-Sterling und Evelyn Fox Keller bestimmend. Fausto-Sterling publizierte als Extrakt ihrer Untersuchungen 1985 ein Buch, das unter dem Titel „Gefangene des Geschlechts“ kurz darauf auch auf Deutsch erschien. Darin diskutiert sie aktuelle biologische Theorien kritisch – und konfrontiert sie mit gegenläufigen Beobachtungen und Studien. Mit ihren Aufsätzen „Die fünf Geschlechter: Warum männlich und weiblich nicht genug sind“ (Zeitschrift The Sciences, 1993) und „Die fünf Geschlechter erneut betrachtet“ (The Sciences, 2000) legte sie die Grundlage für weiterführende Debatten und bot wissenschaftliche Unterstützung für die Kämpfe der Intersexuellen-Bewegung.

 

Intersexuelle Menschen galten als Problemfälle

Fausto-Sterling fokussierte in diesen Aufsätzen die vielfältigen geschlechtlichen Ausprägungsformen, die in der biologischen und medizinischen Forschung (und Behandlungspraxis) als „Störungen“ eingeordnet und als behandlungsbedürftig betrachtet wurden, und wandte sich gegen die Einordnung intersexueller Menschen als „Problemfall“. In weiteren Arbeiten wie dem Buch „Sexing the Body“ (2000) sezierte sie biologische Theoriebildung etwa in Bezug auf Geschlechtshormone. Da die als männlich betrachteten Hormone „Androgene“ und die als weiblich betrachteten Hormone „Östrogene“ in allen Menschen vorkommen und wichtige physiologische Funktionen übernehmen, sollten sie nicht als „Geschlechtshormone“ bezeichnet werden, sondern vielmehr als Wachstumshormone, argumentierte Fausto-Sterling.

Chromosomen - Diktatorinnen der Zelle?

Auch lieferte sie kritische Betrachtungen zu Studien, die zeigen wollten, dass Frauen diese und Männer jene Gehirne hätten. Sie diskutierte die Studien für ihre gewählten Methoden und konfrontierte sie mit anderen Ergebnissen. Noch in den 1990er Jahren und zu Beginn der 2000er Jahre erntete Fausto-Sterling für ihre Ansätze Kritik und Auseinandersetzung. Mittlerweile ist anerkannt, dass sie wesentlich zur kritischen Reflexion methodischer und inhaltlicher Setzungen der Biologie beigetragen hat. In der Biologie wurden – und werden oft noch immer – die Proband_innen schon zu Beginn einer Studie in die Gruppen „weiblich“ und „männlich“ aufgeteilt, und diese Einteilung präformiert bereits die Ergebnisse. Regelmäßig wurde dabei die Bedeutung männlichen Geschlechts überhöht. Neu war die Erkenntnis mehrerer Geschlechter aber auch bei Fausto-Sterling nicht mehr. Hingegen hatte etwa Richard Goldschmidt in den 1920er Jahren eine „lückenlose Reihe geschlechtlicher Zwischenstufen“ postuliert, und das nachdem einige Jahre zuvor die für die Geschlechtsbestimmung als wichtig angenommenen Chromosomen X und Y gefunden und benannt worden waren. Was ist in einer Gesellschaft los, die bei Nennung von X- und Y-Chromosom gleich an Zweigeschlechtlichkeit glaubt? Und warum kam Goldschmidt zu einer solch anderen Einordnung? Goldschmidt sah die Chromosomen nicht als „Diktatorinnen“ der Zelle an, vielmehr ordnete er sie in ein komplexes System weiterer wirkender Faktoren ein.

Der Blick auf die biologische Geschlechtsentwicklung ist kritischer geworden

In der Folgezeit wurde aber das Paradigma der Erblichkeit in der Biologie bestimmend. Die Erbsubstanz DNS wurde in der Biologie als Schaltzentrale angenommen, Fördergeld floss in Massen in ihre Untersuchung. Schließlich wurde versucht, für die einzelnen körperlichen und psychischen Merkmale „Gene“ zu finden, die sie codieren sollten, wie bei einer zu entschlüsselnden Geheimschrift. Der Rest der Zelle wurde als nachrangig betrachtet oder gleich gar nicht untersucht. Das galt auch für das Geschlecht. Hier ging man davon aus, dass es ein zentrales Gen für die Ausbildung von Hoden geben müsste oder zumindest ein Gen, das als zentraler Schalter fungierte und die Entwicklung auf „männlich“ schaltete. Diese einfache Sicht wurde für das Geschlecht zunächst auch dann noch aufrechterhalten, als in anderen Forschungsfeldern der Genetik differenziertere Modelle der Regulation und Wirkung von Genen etabliert wurden. Schließlich relativierte das Humangenomprojekt die Bedeutung von Genen. Es zeigte, dass die Spezies Mensch kaum mehr Gene als der unscheinbare Fadenwurm Caenorhabditis elegans hat. Ein diesbezüglich bemerkenswertes Buch stammt von Evelyn Fox Keller: „Das Jahrhundert des Gens“ (deutsch 2001).

X- und Y-Chromosomen kommt bei manchen Säugetieren nicht vor

Seitdem ist auch der Blick auf biologische Geschlechtsentwicklung kritischer geworden. Es werden nun differenzierte Aussagen getroffen, die nicht stets „weiblich“ oder „männlich“ schon in der Untersuchungsfrage voraussetzen. Komplexe Modelle werden für alle Merkmale und „Ebenen“ verfolgt, die in der biologischen Geschlechtsentwicklung Bedeutung haben: Chromosomen; Gene; Regulation der Gene; Hormone; Rezeptoren, an die die Hormone sich anbinden können; Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke, Mischgewebe); innere Genitalien; äußere Genitalien; weitere Bestandteile des Genitaltraktes. So wurden etwa in der Genetik in Modellversuchen an Mäusen mittlerweile ungefähr 1000 Gene als möglicherweise an der Geschlechtsentwicklung beteiligt beschrieben, von denen gerade einmal 80 etwas untersucht sind, durchaus mit widersprüchlichen Befunden. Die allermeisten dieser Gene finden sich im Regelfall nicht auf dem X- oder dem Y-Chromosom. Bei einigen Säugetierarten konnte die Unterscheidung eines X- und Y-Chromosoms überhaupt nicht gezeigt werden.

Gene und DNS sind nur Faktoren in einem komplexen Zusammenspiel

Und nun – nach den ernüchternden Ergebnissen des Humangenomprojekts – werden die Zelle und die weitere Umgebung wieder wichtiger genommen, so wie es Goldschmidts Ansatz war. Galt bis vor wenigen Jahren noch die DNS als heimliche „Diktatorin“ der Zelle, so wird sie nun entthront. Heute heißt es, dass die DNS nicht schon Information beinhalte und die Zelle über Abläufe informieren würde, vielmehr gibt es in der Zelle ein ganzes Netzwerk von Faktoren, die miteinander in Wechselwirkung stehen, sich zusammenlagern und letztlich entscheiden, welches tatsächlich wirksame Produkt hergestellt wird und wie ein Abschnitt der DNS abgelesen, das Produkt verändert und schließlich gefaltet werden muss, damit ein wirksames Produkt entsteht. Kurz gesagt: „Gene“ und DNS sagen eben nicht die Entwicklung eines Organismus beziehungsweise hier eines „Genitaltraktes“ voraus. Vielmehr stellen sie lediglich einen Faktor im komplexen Zusammenspiel von Faktoren der Zelle dar. So zeigte sich für einige Gene, die als bedeutsam für die Geschlechtsentwicklung angenommen werden, dass aus ein und demselben Gen mehr als zwei Dutzend unterschiedliche Produkte gebildet werden, die in der Zelle unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Das einfache Modell der Zweigeschlechtlichkeit hat ausgedient

Claire Ainsworth fasst den Forschungsstand für die Geschlechtsentwicklung nun in ihrem Überblicksartikel zusammen. Es gibt demnach nicht nur zwei Geschlechter. Einen differenzierten Einblick in die Thematik bietet in deutscher Sprache das Buch „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ (Voß 2011). Beiträge von Biolog_innen, die zum Weiterdenken über die Gehirnforschung einladen, sind etwa: „Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn?“ (Sigrid Schmitz 2004, online) und „Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken – und Männer ihnen Recht geben“ (Kirsten Jordan/Claudia Quaiser-Pohl 2007).

Eines scheint dabei gesichert: Das einfache Modell biologischer Zweigeschlechtlichkeit, das sich an der europäischen Geschlechterordnung mit ihrer Zurücksetzung der Frauen orientierte, hat ausgedient.

 

https://www.tagesspiegel.de/wissen/es-gibt-mehr-als-zwei-geschlechter-5211841.html

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vor 13 Minuten schrieb schwinge:

Nicht alles, was "neu" ist, ist unbedingt besser.

Schnitzel oder Insektenburger
ICE oder BEV
Sonne oder Gas
Citroen XM oder BMX XM
Spritzenabo oder nicht
politisch korrekte Sprache oder jeder wie er/sie/es mag solange keiner weint
Holzvergaser oder Wärmepumpe

Upps - Du hast tatsächlich - und das hätte ich nicht gedacht - uberhaupt nicht kapiert, worum's geht.

Bleib in Deiner Komfortzone, da geht's Dir anscheinend gut. 

@Nitsrekds, Du lagst anscheinend sowas von richtig. Ich verneige mich.

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vor 27 Minuten schrieb schwinge:

 

 Das nehme ich mal als Kompliment.

Wie Du willst. Man kann sich alles schönreden. Ich mach's mal wie Du so oft:.........💭

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vor 16 Minuten schrieb M. Ferchaud:


@Nitsrekds, Du lagst anscheinend sowas von richtig. Ich verneige mich.

Ach was, kein Ding. Im Grunde habe ich nur @Soso 's Worte in ne höflichere Variante übersetzt. 🥂😁

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vor 2 Minuten schrieb Nitsrekds:

Ach was, kein Ding. Im Grunde habe ich nur @Soso 's Worte in ne höflichere Variante übersetzt. 🥂😁

Bei den anderen "Spezialisten" war mir's ziemlich schnell klar, aber in diesem Fall war ich echt lange hoffnungsvoll-optimistisch. Zu lange, wie ich im Nachhinein mit Bedauern einräumen muss.

Bearbeitet von M. Ferchaud
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vor 26 Minuten schrieb M. Ferchaud:

 

Gender in der Biologie: Es gibt mehr als zwei Geschlechter

Nur „weiblich“ und „männlich“ ist zu wenig. Es gibt mehr als zwei Geschlechter. In der Biologie ist das inzwischen anerkannt.

31.03.2016, 19:30 Uhr

Die Wissenschaftszeitschrift „Nature“ – sie gehört zu den anerkanntesten in der Disziplin Biologie – veröffentlichte unlängst einen Übersichtsartikel, der gesellschaftliche Gewissheiten auf den Kopf stellt. Biologisches Geschlecht sei nicht einfach in zwei Varianten – „weiblich“ versus „männlich“ aufzuteilen. „Die Annahme, es gebe zwei Geschlechter, ist zu simpel“, erläutert Claire Ainsworth im Artikel „Sex redefined“. Sie fasst damit den Forschungsstand der Biologie zusammen, der von einem größeren Spektrum geschlechtlicher Entwicklungsmöglichkeiten ausgeht.

Kombinationen galten lange als "Störungen"

In der Biologie ist diese Sichtweise nicht so neu. Ganz im Gegenteil: Die Biologie nahm ihren Ausgangspunkt aus der sicheren Überzeugung, dass jeder menschliche Embryo in seiner Entwicklung zunächst das Potenzial habe, sich in weiblicher und in männlicher Richtung zu entwickeln. Es könnten bei den sich entwickelnden Menschen dabei Merkmale weiblichen Geschlechts deutlicher hervortreten oder solche männlichen Geschlechts. Bei anderen Menschen würden Kombinationen auftreten – lange Zeit untersuchte man diese mit den Mitteln der modernen Biologie und Medizin genauer, beschrieb sie aber bald als „Störungen“ und versuchte sie zu vernichten.

Die Furcht vor Ambiguität schwindet

Mittlerweile ändert sich die Perspektive. Auch in den westlichen Gesellschaften verschwindet zunehmend die Furcht vor geschlechtlicher und sexueller Ambiguität, im Sinne von Widersprüchlichkeit und Widerspenstigkeit. In den anderen Weltregionen war die Toleranz gegenüber Ambiguität ohnehin deutlicher ausgeprägt, wie der Leibniz-Preisträger und Arabist Thomas Bauer in seinem Werk „Die Kultur der Ambiguität“ (2011) zeigt. Erst die moderne europäische Wissenschaft nahm auch dort ihr fragwürdig Erscheinendes ins Visier, deutete und tilgte es.

Seit den 1970er/80er Jahren wurden auch in der Biologie die Einwände gegen biologische Modelle strikter geschlechtlicher Zweiteilung wieder deutlicher. Zentrale Denkanstöße gaben Arbeiten feministischer Wissenschaftskritik. Für die Diskussion geschlechtlicher Vielfalt waren hier unter anderem Veröffentlichungen der US-amerikanischen Naturwissenschaftlerinnen Anne Fausto-Sterling und Evelyn Fox Keller bestimmend. Fausto-Sterling publizierte als Extrakt ihrer Untersuchungen 1985 ein Buch, das unter dem Titel „Gefangene des Geschlechts“ kurz darauf auch auf Deutsch erschien. Darin diskutiert sie aktuelle biologische Theorien kritisch – und konfrontiert sie mit gegenläufigen Beobachtungen und Studien. Mit ihren Aufsätzen „Die fünf Geschlechter: Warum männlich und weiblich nicht genug sind“ (Zeitschrift The Sciences, 1993) und „Die fünf Geschlechter erneut betrachtet“ (The Sciences, 2000) legte sie die Grundlage für weiterführende Debatten und bot wissenschaftliche Unterstützung für die Kämpfe der Intersexuellen-Bewegung.

 

Intersexuelle Menschen galten als Problemfälle

Fausto-Sterling fokussierte in diesen Aufsätzen die vielfältigen geschlechtlichen Ausprägungsformen, die in der biologischen und medizinischen Forschung (und Behandlungspraxis) als „Störungen“ eingeordnet und als behandlungsbedürftig betrachtet wurden, und wandte sich gegen die Einordnung intersexueller Menschen als „Problemfall“. In weiteren Arbeiten wie dem Buch „Sexing the Body“ (2000) sezierte sie biologische Theoriebildung etwa in Bezug auf Geschlechtshormone. Da die als männlich betrachteten Hormone „Androgene“ und die als weiblich betrachteten Hormone „Östrogene“ in allen Menschen vorkommen und wichtige physiologische Funktionen übernehmen, sollten sie nicht als „Geschlechtshormone“ bezeichnet werden, sondern vielmehr als Wachstumshormone, argumentierte Fausto-Sterling.

Chromosomen - Diktatorinnen der Zelle?

Auch lieferte sie kritische Betrachtungen zu Studien, die zeigen wollten, dass Frauen diese und Männer jene Gehirne hätten. Sie diskutierte die Studien für ihre gewählten Methoden und konfrontierte sie mit anderen Ergebnissen. Noch in den 1990er Jahren und zu Beginn der 2000er Jahre erntete Fausto-Sterling für ihre Ansätze Kritik und Auseinandersetzung. Mittlerweile ist anerkannt, dass sie wesentlich zur kritischen Reflexion methodischer und inhaltlicher Setzungen der Biologie beigetragen hat. In der Biologie wurden – und werden oft noch immer – die Proband_innen schon zu Beginn einer Studie in die Gruppen „weiblich“ und „männlich“ aufgeteilt, und diese Einteilung präformiert bereits die Ergebnisse. Regelmäßig wurde dabei die Bedeutung männlichen Geschlechts überhöht. Neu war die Erkenntnis mehrerer Geschlechter aber auch bei Fausto-Sterling nicht mehr. Hingegen hatte etwa Richard Goldschmidt in den 1920er Jahren eine „lückenlose Reihe geschlechtlicher Zwischenstufen“ postuliert, und das nachdem einige Jahre zuvor die für die Geschlechtsbestimmung als wichtig angenommenen Chromosomen X und Y gefunden und benannt worden waren. Was ist in einer Gesellschaft los, die bei Nennung von X- und Y-Chromosom gleich an Zweigeschlechtlichkeit glaubt? Und warum kam Goldschmidt zu einer solch anderen Einordnung? Goldschmidt sah die Chromosomen nicht als „Diktatorinnen“ der Zelle an, vielmehr ordnete er sie in ein komplexes System weiterer wirkender Faktoren ein.

Der Blick auf die biologische Geschlechtsentwicklung ist kritischer geworden

In der Folgezeit wurde aber das Paradigma der Erblichkeit in der Biologie bestimmend. Die Erbsubstanz DNS wurde in der Biologie als Schaltzentrale angenommen, Fördergeld floss in Massen in ihre Untersuchung. Schließlich wurde versucht, für die einzelnen körperlichen und psychischen Merkmale „Gene“ zu finden, die sie codieren sollten, wie bei einer zu entschlüsselnden Geheimschrift. Der Rest der Zelle wurde als nachrangig betrachtet oder gleich gar nicht untersucht. Das galt auch für das Geschlecht. Hier ging man davon aus, dass es ein zentrales Gen für die Ausbildung von Hoden geben müsste oder zumindest ein Gen, das als zentraler Schalter fungierte und die Entwicklung auf „männlich“ schaltete. Diese einfache Sicht wurde für das Geschlecht zunächst auch dann noch aufrechterhalten, als in anderen Forschungsfeldern der Genetik differenziertere Modelle der Regulation und Wirkung von Genen etabliert wurden. Schließlich relativierte das Humangenomprojekt die Bedeutung von Genen. Es zeigte, dass die Spezies Mensch kaum mehr Gene als der unscheinbare Fadenwurm Caenorhabditis elegans hat. Ein diesbezüglich bemerkenswertes Buch stammt von Evelyn Fox Keller: „Das Jahrhundert des Gens“ (deutsch 2001).

X- und Y-Chromosomen kommt bei manchen Säugetieren nicht vor

Seitdem ist auch der Blick auf biologische Geschlechtsentwicklung kritischer geworden. Es werden nun differenzierte Aussagen getroffen, die nicht stets „weiblich“ oder „männlich“ schon in der Untersuchungsfrage voraussetzen. Komplexe Modelle werden für alle Merkmale und „Ebenen“ verfolgt, die in der biologischen Geschlechtsentwicklung Bedeutung haben: Chromosomen; Gene; Regulation der Gene; Hormone; Rezeptoren, an die die Hormone sich anbinden können; Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke, Mischgewebe); innere Genitalien; äußere Genitalien; weitere Bestandteile des Genitaltraktes. So wurden etwa in der Genetik in Modellversuchen an Mäusen mittlerweile ungefähr 1000 Gene als möglicherweise an der Geschlechtsentwicklung beteiligt beschrieben, von denen gerade einmal 80 etwas untersucht sind, durchaus mit widersprüchlichen Befunden. Die allermeisten dieser Gene finden sich im Regelfall nicht auf dem X- oder dem Y-Chromosom. Bei einigen Säugetierarten konnte die Unterscheidung eines X- und Y-Chromosoms überhaupt nicht gezeigt werden.

Gene und DNS sind nur Faktoren in einem komplexen Zusammenspiel

Und nun – nach den ernüchternden Ergebnissen des Humangenomprojekts – werden die Zelle und die weitere Umgebung wieder wichtiger genommen, so wie es Goldschmidts Ansatz war. Galt bis vor wenigen Jahren noch die DNS als heimliche „Diktatorin“ der Zelle, so wird sie nun entthront. Heute heißt es, dass die DNS nicht schon Information beinhalte und die Zelle über Abläufe informieren würde, vielmehr gibt es in der Zelle ein ganzes Netzwerk von Faktoren, die miteinander in Wechselwirkung stehen, sich zusammenlagern und letztlich entscheiden, welches tatsächlich wirksame Produkt hergestellt wird und wie ein Abschnitt der DNS abgelesen, das Produkt verändert und schließlich gefaltet werden muss, damit ein wirksames Produkt entsteht. Kurz gesagt: „Gene“ und DNS sagen eben nicht die Entwicklung eines Organismus beziehungsweise hier eines „Genitaltraktes“ voraus. Vielmehr stellen sie lediglich einen Faktor im komplexen Zusammenspiel von Faktoren der Zelle dar. So zeigte sich für einige Gene, die als bedeutsam für die Geschlechtsentwicklung angenommen werden, dass aus ein und demselben Gen mehr als zwei Dutzend unterschiedliche Produkte gebildet werden, die in der Zelle unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Das einfache Modell der Zweigeschlechtlichkeit hat ausgedient

Claire Ainsworth fasst den Forschungsstand für die Geschlechtsentwicklung nun in ihrem Überblicksartikel zusammen. Es gibt demnach nicht nur zwei Geschlechter. Einen differenzierten Einblick in die Thematik bietet in deutscher Sprache das Buch „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“ (Voß 2011). Beiträge von Biolog_innen, die zum Weiterdenken über die Gehirnforschung einladen, sind etwa: „Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn?“ (Sigrid Schmitz 2004, online) und „Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken – und Männer ihnen Recht geben“ (Kirsten Jordan/Claudia Quaiser-Pohl 2007).

Eines scheint dabei gesichert: Das einfache Modell biologischer Zweigeschlechtlichkeit, das sich an der europäischen Geschlechterordnung mit ihrer Zurücksetzung der Frauen orientierte, hat ausgedient.

 

https://www.tagesspiegel.de/wissen/es-gibt-mehr-als-zwei-geschlechter-5211841.html

Is halt nicht die Antwort, die er hören will.

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vor 2 Minuten schrieb Nitsrekds:

Is halt nicht die Antwort, die er hören will.

Ja, is wohl so... und einige andere hier auch nicht.

Angst?

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vor 9 Minuten schrieb M. Ferchaud:

Ja, is wohl so... und einige andere hier auch nicht.

Angst?

Naja, lieber offen u ehrlich stur u beratungsresistent usw. als so "tun als ob" in einer subtilen u arroganten Weise. Fällt halt nicht so auf, wenn es ein Schauspieler ist, der den selben Mist in Geschenkpapier verpackt, so dass man's erst nicht merkt. 🤫

Bearbeitet von Nitsrekds
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vor 39 Minuten schrieb M. Ferchaud:

Gender in der Biologie: Es gibt mehr als zwei Geschlechter

Kenne ich, aber die anderen "Geschlechter" sind ohne männliche bzw. weibliche Keimzellen nicht fortpflanzungsfähig.

 

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vor 22 Minuten schrieb Ronald:

Kenne ich, aber die anderen "Geschlechter" sind ohne männliche bzw. weibliche Keimzellen nicht fortpflanzungsfähig.

Geschlecht definiert sich aber eben nicht nur über die Fortpflanzung.  Das kannste sogar bei Wikipedia nachlesen, obwohl ich diese Qelle ungern verwende.

Bearbeitet von M. Ferchaud
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vor 9 Stunden schrieb M. Ferchaud:

Brav apportiert,

Das kannst du als Kuckuckattrappe natürlich nicht. Was aber die Vorhersehbarkeit deiner Beiträge angeht, da kann der Professor Pawlow und sein Hund von dir noch etwas lernen.

vor 3 Stunden schrieb M. Ferchaud:

seine Einstellung zu rekalibirieren und unbequeme Wahrheiten anzuerkennen.

Mit der überragenden Mehrheit aller Deutschen kamen alle L+ seit 1970 bestens aus. Kalibriere deine unbequemen Wahrheiten, am besten in dem du über meine Sätze meditierst! Einen guten Tintenfüller kaufen und abschreiben - mit der Haptik - du musst die Wahrheit fühlen - alles andere verwirrt dich nur.

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vor 15 Minuten schrieb Steinkult:

Das kannst du als Kuckuckattrappe natürlich nicht. Was aber die Vorhersehbarkeit deiner Beiträge angeht, da kann der Professor Pawlow und sein Hund von dir noch etwas lernen.

Mit der überragenden Mehrheit aller Deutschen kamen alle L+ seit 1970 bestens aus. Kalibriere deine unbequemen Wahrheiten, am besten in dem du über meine Sätze meditierst! Einen guten Tintenfüller kaufen und abschreiben - mit der Haptik - du musst die Wahrheit fühlen - alles andere verwirrt dich nur.

Mal eine  Frage: Hättest du den Mut mit einer Kippa in Berlin / Stadtteil Marzahn bei Dunkelheit spazieren zu gehen? 

Zweite Frage: Warum müssen in Berlin Synagogen täglich unter massiven Schutzmassnahmen bewacht werden?

 

 

Bearbeitet von Soso
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vor 17 Minuten schrieb Steinkult:

Einen guten Tintenfüller kaufen

Haben wir zufällig tatsächlich gerade gemacht, mehrere sogar. Schöne Stücke, teilweise echte Antiquitäten. Antiquierter Schund wird damit allerdings nicht geschrieben.

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vor 20 Minuten schrieb Steinkult:

Kuckuckattrappe

Müsste es nicht Kuckucksattrappe heißen? Ach, ich vergas: Hastiges Schreiben führt zu Flüchtigkeitsfehlern.

Lass Dich doch nicht so sehr in Rage bringen. Du bist mir doch sooo überlegen, da müsstest Du doch drüber stehen.

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vor 3 Stunden schrieb M. Ferchaud:

Die Wissenschaftszeitschrift „Nature“ ... und dann ein halbes Buch

Der Vortrag in Biologie von der Vollbrecht, das war uns allen deutlich, darum geht es nicht. So verblendet kann niemand sein, um nicht zu sehen, dass die "Biologie" nur vorgeschoben wird. Gen und Chromosom wurden schon etwas länger erforscht. Lassen wir die Heuchelei beiseite, um Naturwissenschaft geht es hier überhaupt nicht.  Was sagte Manson, wir reden (ich sehe da eher einige Helden, die Menschen mit Gedankenkrämpfen die Beine hochhalten) schon über 50 Seiten - vor allem von Rechtsproblemen und Politik; noch hinein rutschen sprachliche, soziologische und in der Auseinandersetzung vor allem psychologische Aspekte mit hinein. 

PS: Ich habe weder auf Ferchaud reagiert, noch geantwortet. Intelligente Menschen werden das verstehen. 

Ah, aus gegebenem Anlass, dieser Text ist ein Rohfassung und darf nur bestaunt, aber nicht korrigiert werden. Das steht nur dem Meister, falls er die Muße findet oder seiner Lektorin (meine kroatische Putzfrau) zu. Die kann Elfmeter - aus gegebenem Anlass!

Bearbeitet von Steinkult
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vor 3 Stunden schrieb M. Ferchaud:


Bleib in Deiner Komfortzone, da geht's Dir anscheinend gut. 
 

Ich kann da noch nichts Verwerfliches erkennen! Ich erwarte, dass man Menschen so akzeptiert wie sie sind. Man kann ihr Verhalten oder ihre Meinung kritisieren, aber eben nicht sie als Person in Zweifel ziehen, indem man ihr die "Natuerlichkeit" abspricht oder ueber sie mit Hetze ueberzieht. 

Und wenn derjenige noch auf duemmlich Witze, auf kosten von Minderheiten, verzichten, habe ich eigentlich kein Problem. Ja ich respektiere Menschen die darueber hinausgehen und sich ggF auch fuer Interessen einsetzen, die nicht ihre eigenen sind, aber ich erwarte es nicht. 

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vor 28 Minuten schrieb Soso:

Mal eine  Frage: Hättest du den Mut mit einer Kippa in Berlin / Stadtteil Marzahn bei Dunkelheit spazieren zu gehen? 

Zweite Frage: Warum müssen in Berlin Synagogen täglich unter massiven Schutzmassnahmen bewacht werden?

 

 

@munich_carlo  ...auch du darfst die Frage beantworten lieber Carlo. Da brauchst du nicht gleich eingeschnappt zu sein 😉

Steini wird die Frage eh nicht beantworten, dazu ist der viel zu feige, vermutlich war er auch noch nie in Berlin...oder wenn dann nur kurz.

Ps: Wie gehts dei Frau ;-

Bearbeitet von Soso
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vor 21 Minuten schrieb Soso:

er auch noch nie in Berlin

Sohn, Schwägerin und Enkelkind leben in Berlin, und mittlerweile habe ich dort eine kleine Wohnung. Das erste Mal war ich dort aber schon auf Klassenfahrt 1970, dann von 78-82  jedes Jahr zu einem großen Schachturnier.

Was den von dir angesprochene Mut angeht bezüglich bestimmter Stadtviertel: mit 13Jahren als Selmer Ureinwohner über die Schienen zu den Protestanten nach Selm-Beifang (Zechensiedlung); das war ganz heiß. Kolumbien, Sierra-Leone und tief im Osten Senegals, das war nicht ohne.

Bearbeitet von Steinkult
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vor 25 Minuten schrieb Steinkult:

PS: Ich habe weder auf Ferchaud reagiert, noch geantwortet

Doch, hast Du (aus gegebenem Anlass 😂).

Witzig.

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vor 9 Minuten schrieb Steinkult:

Sohn, Schwägerin und Enkel leben in Berlin, und mittlerweile habe ich dort eine kleine Wohnung. Das erste Mal war ich dort aber schon auf Klassenfahrt 1970, dann von 78-82  jedes Jahr zu einem großen Schachturnier.

Was der von dir angesprochene Mut angeht bezüglich bestimmter Stadtviertel: mit 13Jahren als Selmer Ureinwohner über die Schienen zu den Protestanten nach Selm-Beifang (Zechensiedlung); das war ganz heiß. Kolumbien, Sierra-Leone und tief im Osten Senegals, das war nicht ohne.

Schön, aber du mäanderst...

Nochmal: Hättest du den Mut nachts mit einer Kippa durch Marzahn  zu gehen? 

Warum müssen in Berlin Synagogen bewacht werden?

Zwei ganz einfache Fragen, die dich aber etwas enthüllen werden. In welche Richtung wird man sehen.

 

Bearbeitet von Soso
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vor 32 Minuten schrieb Steinkult:

wir reden

(überflüssige Passage)

schon über 50 Seiten - vor allem von Rechtsproblemen und Politik; noch hinein rutschen sprachliche, soziologische und in der Auseinandersetzung vor allem psychologische Aspekte mit hinein.

Traurig genug, dass Du Manson zitieren musst. 

Grundsätzlich treffen alle genannten Punkte zu, und ich gratuliere Dir, dass Du mittlerweile auch verstanden hast, dass es nicht um Biologie geht.

Bravo!

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vor 6 Minuten schrieb Soso:

Schön, aber du mäanderst...

Nochmal: Hättest du den Mut nachts mit einer Kippa durch Marzahn  zu gehen? 

Warum müssen in Berlin Synagogen bewacht werden?

Zwei ganz einfache Fragen, die dich aber etwas enthüllen werden. In welche Richtung wird man sehen.

 

Du wirst keine Antwort bekommen. Und enthüllt hat er bereits genug über sich, zumindest für meinen Geschmack. 

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