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Vorstellung von mir und meinem "neuen" C6


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
16 hours ago, uwe.v11 said:

mein C6 mit 3 Liter HDI macht sogar die 6 vor dem Komma.

Dito. Beide.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich hatte den C6 jetzt vor dem Wochenende für 2 Tage beim Reifenservice Gugel in Freiburg. Irgendwie cooler Laden, die Jungs dort sind entspannt drauf. Es ging um die Traggelenke der Vorderachse und einen Ölwechsel mit 5W40. Die Reparatur fand ich ein wenig teuer, habe aber keine Vergleichszahlen. Immerhin hatten Sie mich nicht vom Hof gejagt, sondern die Herausforderung angenommen.

Zunächst hatte die Reparatur augenscheinlich Erfolg. Wir sind danach gleich auf eine ausgedehnte Nordschwarzwaldtour gefahren und haben von langsam bis zügig alles getestet. Die Rückfahrt von Karlsruhe nach Freiburg haben wir dann auf der Autobahn unter die Räder genommen. Mit jeder Tempoverschärfung kam immer wieder mal ein Geräusch von der Unterseite, die sich nach sich lösenden Steinchen aus den Winterreifen anhörten.

Wie sich später herausstellte haben sich aber wohl nach und nach die Befestigungen des Unterfahrschutzes gelöst, was sich dann am nächsten Tag bei Tageslicht bestätigte.

Wem man da jetzt einen Vorwurf machen kann sei dahin gestellt, jedenfalls bin ich dann unter Zuhilfenahme von 6 Paletten gestern unter das Auto gekrochen und habe das Ding bombenfest angebracht.

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Dies eröffnete auch die Möglichkeit einen Blick auf das böse Wasserrohr zu werfen, was auf der Länge, die so sichtbar wurde top aussieht. Es sieht nach Aluminium aus – ist also offensichtlich eine Nachfertigung.

Auf der Rückfahrt ließen die Straßenverhältnisse auch mal 211 km/h zu. Vollkommen ruhig.

Hier vor standesgemäßer Kulisse:

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Das CITROËN -Schild auf der Heckklappe ist wieder komplett und neue Fußmatten sind jetzt auch drin.

Jetzt ist er also soweit, dass man damit fahren kann. Jetzt fehlt noch eine kühlende Klimaanlage (zum Glück kommt jetzt erstmal der Winter), dann scheint er für’s erste Fit zu sein.

Bearbeitet von MB1976
Bilder hatten nicht funktioniert
Geschrieben

sag mal

einen C6 zur Wartung dem Reifenhändler?

OMG

was machen die Laschen zur Aufnahme des Wagenhebers?

von Freiburg sind einige bei meinem Freundlichen hier in Offenburg.

dem Citroen Benz...

Grüssle Uwe

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb uwe.v11:

sag mal

einen C6 zur Wartung dem Reifenhändler?

Die Waren mein Helfer in der Not, als mein Reifenventil spinnte. Siehe ersten Post. Machen einen extrem kompetenten Eindruck. Bei der Achsvermessung ware ich dabei und konnte in diesem Zusammenhang auch einen Blick unter den Wagen werfen. Sieht gut aus. Hier und dort ein bisschen Flugrost aber ansonsten gut.

Die Wagenheberaufnahmen sehen top aus. Sie wussten auch, wie mit der Hydropneumatik umzugehen ist. Der Laden ist in fast direkter Nachbarschaft zu Rüd. Vielleicht bin ich nicht der erste Citroen-Kunde dort. Aber gerne werde ich mir Deinen Tipp mit Offenburg zu Herzen nehmen.

  • Like 1
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

doppelte Rolle Rückwärts

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oder der Untergang des Autos, wie wir es kannten

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Das ist alles nicht neu. Es hat nichts zu tun mit den aktuellen Vorgängen bei VW, Mercedes, Recaro oder anderen Branchengrößen. Das ist vieeeel älter.

Hier ein Foto von meinem Balkon heute Abend.

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Mit zwei Ausnahmen ist kein Automobil jünger als acht Jahre. Der Smart läuft geschäftlich – der zählt nicht.

Oder fangen wir anders an. Ich hatte 2006 meinen letzten Neuwagen gekauft. Einen Renault Scénic 1,9dci für ca. 26.000 Euro.

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Beispielbild

Den hatten wir 10 Jahre lang gefahren bis zum Kilometerstand 149.000. Dann kaufte ich einen gebrauchten Espace (meinen ersten Gebrauchten nach zig Jahren), der 4 Jahre alt war und 160.000 km auf der Uhr hatte.

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Der Wagen rechts im Bild.

Die erste Rolle rückwärts. Ich gebe ein Auto ab, um ein anderes zu nehmen was (annähernd) dieselben Kilometer auf der Uhr hat.

Ok: Espace ist größer als Scénic und wir brauchten tatsächlich mehr Platz. Dass das eine Rolle rückwärts ist, war mir seinerzeit noch nicht bewusst.

Gemach

Den Wagen haben wir geliebt. Er war (bis auf 7 – in Worten sieben – Fensterheber) immer absolut unauffällig und zuverlässig. So zuverlässig, dass ich bei meinem Arbeitgeber darauf bestand, auch als Geschäftswagen einen Espace haben zu wollen (im Bild links). Wie sinnvoll es ist, einen gebrauchten Renault als Geschäftswagen fahren zu lassen, sei dahingestellt. Auch dieser fuhr in den letzten 6 Jahren 300.000 km absolut unauffällig. Einzige Auffälligkeit neben den 4 Windschutzscheiben, die er bislang verschlissen hatte, war, dass man auch nach 1.400 km an einem Tag absolut entspannt aussteigt.

Wir haben über die beiden Wagen mal ein Video gemacht.

Dann kommt mein Sohn ins Spiel. Irgendwie habe ich ihn mit einem Mercedes-Virus angesteckt. Ich träume ja schon seit Jahren von einem SL der Baureihe R129. Irgendwann werde ich einen solchen auch noch besitzen (das wäre dann die dritte Rolle rückwärts).

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Also macht er den Führerschein und investiert sein erstes eigenverdientes Geld in den billigsten im Internet zu findenden Mercedes 200.

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Was ‘ne coole Karre. Unglaublich. Das Ding kann richtig was. Man glaubt es erst, wenn man selbst damit gefahren ist. Mercedes ist einfach was anderes. Das spürst du aus jeder Pore.

Ich bin da leider ein wenig anders gestrickt und brauche immer das etwas Andere. Warum fahre ich Espace? Ich könnte auch VW Sharan oder Ford Galaxy fahrfen. Nein – es muss ein Espace sein. Jeder, der bei mir mitfährt, sagt, nach spätestens 10 Sekunden ‘das ist ja wie im ICE‘. Richtig – genau so.

Nur schneller, zuverlässiger und pünktlicher.

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Noch nie blieb er stehen. Noch nie. Ich werde ihn wieder über den TÜV schieben. Nach normaler Rechnung hat er dann beim übernächsten TÜV 440.000 km. Und wisst Ihr was – sollte bis dahin nicht was anderes passiert sein (politisch oder schicksalhaft) – kommt der sogar nochmal durch. Dann sind es 580.000 km. Der Motor wird niemals kalt. Keine Fahrt ist kürzer als 75 km. 100 von mir gefahrene Autobahnkilometer entsprechen der Belastung der handelsüblichen deutschen Hausfrauenfahrt von einem Kilometer. So gesehen hat er ja erst ca. 35.000 km auf der Uhr. Und genau so sieht er auch aus. Jahreswagenzustand.

Und dann schwebte seit Jahren was ganz, ganz anderes um meinen Kopf. Der C6. Das ganz andere Auto.

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Ist es überhaupt ein Auto? Ich weiß es nicht. Ich hatte auf Facebook zwei Mal mein Titelbild aktualisiert und werde seither auf nichts anderes mehr angesprochen. So viel Liebe kommt diesem Kunstwerk entgegen. Ich weiß von zwei Bekannten, die seither nach einem Exemplar fahnden.

zweite Rolle Rückwärts

Hier ein paar Zahlen:

Baujahr Scenic: 2006 / Kilometer bei Übernahme: 0 / Kilometer bei Abgabe: 149.000

Baujahr Espace: 2012 / Kilometer bei Übernahme: 160.000 / Kilometer bei Abgabe: 240.000

Baujahr C6: 2006 / Kilometer bei Übernahme 229.000

Mit ein, zwei Rundungsfehlern habe ich also jetzt zum zweiten Mal ein Auto gekauft, was (fast) so alt ist wie der Vorgänger (Espace wurde als Modell 2002 präsentiert) und hat ziemlich genau die Kilometerzahl seines direkten Vorgängers.

Als nächstes werde ich mir also einen 300D mit 400.000 km auf der Uhr kaufen müssen.

Bis hierhin ist das ja alles eine nette, privat zu erzählende Geschichte. Aber eben nur bis hierhin.

Wir müssen jetzt aber den Blick mal etwas weiten.

Ich werde für die deutsche Automobilindustrie niemals mehr aktiv werden. Neuwagen sind für mich tabu. Und eine gewisse Frankophilie ist ja auch zu erkennen.

Und die nächste Generation: die handelt gleich zu Beginn vollkommen konsequent und kauft gleich als ersten Wagen ein Auto, dessen Wertschöpfung knapp 40 Jahre zurückliegt.

Sind wir nun schlechte Staatsbürger? Übernehmen wir zu wenig Verantwortung? Sollten wir unser Geld nicht viel lieber in Kassen lenken, die Arbeitsplätze sichern?

Womöglich würden wir das gern tun, aber es ist nicht möglich. Mit einem Gehalt, das mit eigener Hände Arbeit erwirtschaftet wird, ist es schlicht nicht mehr möglich, einen Neuwagen zu kaufen. Das können vielleicht noch Beamte und Unternehmer. Treusorgende Familienväter jedenfalls nicht mehr.

Und außerdem will ich das auch nicht, selbst wenn ich mir das leisten könnte. Die vollkommen überbordende Elektronik, die geplante Obsoleszenz und die gänzlich unausgegorenen Konzepte seit ca. 10 Jahren schrecken offensichtlich nicht nur mich komplett ab.

Siehe Eingangsbild vom Balkon gerade eben: ich bin wohl nicht ganz alleine mit meiner Ansicht. Als würden die alten Autos auf den Bäumen wachsen, sieht man immer mehr alte Mercedes, Golf II und andere Altertümlichkeiten im täglichen Straßenverkehr. Schon komisch.

Ist das der Abgesang auf die deutsche Automobilindustire?

Ja ist es. Keine Kraft der Welt wird nochmals etablieren können, dass wieder Autos gebaut werden wie – sagen wir – bis Baujahr 2010.

‘Ja aber Dein Verhalten ist doch unverantwortlich‘. Nee, Freunde: nicht mein Verhalten! Ich muss für meinen kleinen Sprengel betriebswirtschaftlich denken. Für die Volkswirtschaft sind andere verantwortlich.

Dass das Unterhalten eines 18 Jahre alten C6 betriebswirtschaftlich als mittlere Katastrophe zu bezeichnen ist – diesen Vorwurf nehmen ich an. Aber nach spätestens 1 km in diesem Wunderwerk des Ingenieurtums sind dir die Unterhaltskosten scheißegal.

 

  • Like 1
  • Traurig 1
ACCM Rudolf Götz
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb MB1976:

Unterhalten eines 18 Jahre alten C6 betriebswirtschaftlich als mittlere Katastrophe

Ich hoffe daß es nicht so schlimm wird. Ich habe ja selber so eine Kiste, die hatte mehr Kilometer drauf als Deiner beim Kauf. Für die letzten 60.000km hatte ich etwa 1.800€ an Reparaturkosten, und mußte leider zusätzlich den doppelten Betrag aufwenden, um den "Reparaturstau" der beim Kauf vorhandenen Defekte zu beseitigen.

 

 

Geschrieben

Lasst uns über das Design sprechen

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Zunächst, ich habe davon keine Ahnung. Ich betrachte Dinge mit meinem ganz normalen Auge, nicht mit dem Auge eines ausgewiesenen Designers. Dieser sieht Dinge, die ich gar nicht erkennen kann, da er in jede Linie etwas hineininterpretiert oder damit eine Aussage treffen will, die mich als Betrachter im Unterbewusstsein finden und treffen soll.

Ich weiß, man bringt horizontale Linien an, um etwas gestreckter lassen und vertikale, um etwas gedrungener aussehen zu lassen.

Außerdem gilt der Satz: ‘fällt einem Designer nichts mehr, macht er einen Kreis‘. So gesehen waren die Designer dieser Rückleuchte wohl ein wenig einfallslos…

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C6 ein Klassiker?

Wieso war schon bei Markteinführung des Citroën C6 klar, dass es ein Klassiker wird? Was macht sein Design aus? Warum polarisiert er so sehr?

Das ist eine vielschichtige Angelegeneheit, die ich aus meiner Sicht versuche zu analysieren. Hoffentlich komme ich dabei nicht so tief, dass er mir hinterher nicht mehr gefällt.

Da ist zunächst die Heritage, wie der Engländer so schön sagt. Das Anlehnen an das reiche Erbe der Marke. Dabei ist das Erbe, zumindest was die schiere Anzahl verschiedener Exponate angeht, gar nicht so reich. Anders als bei Mercedes beispielsweise reden wir nur von drei direkten Vorgängern.

DS

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CX

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XM

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und aus der Seitenlinie noch einem Sportcoupé, den SM.

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Allen gemein ist ein extrem langer vorderer und ein noch viel extremer kurzer hinterer Überhang. Die meisten Fronttriebler des lezten halben Jahrhunderts brauchen einen langen vorderen Überhang, da die Motoren meist noch vor der Vorderachse aufgehangen sind. Dies hat bei quer eingebauten Motoren wohl seine Notwendigkeit. Und so ist es auch beim C6.

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Trotzdem ist auf dem Bild recht leicht zu erkennen, dass der Vorbau auch ohne Not 30cm kürzer gestaltet hätte werden können. Wir reden von Radnabe bis vorn immerhin von 110 cm. Das muss also auch gestalterische Hintergründe gehabt haben. Und dieser ist aus der Silhouette dann auch recht leicht zu erkennen. Streckung, Streckung & nochmals Streckung.

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Mit zwei nicht unbedingt notwendigen horizontalen Linien wird dies dann auch noch betont. Erstens die Chromlinie sehr weit unten am Wagen (Zitat des DS – siehe oben) sowie die dezente Sicke beginnend am Ende des vorderen Hauptscheinwerfers, die hinten am Ende des Rades sanft ausläuft (Zitat XM). Die untere Fensterkante zählt nicht, die hat jedes Auto.

Die Front ist fast noch brutaler, da man eine vertikale Scheinwerferform gewählt hat, um die zwei markanten aus dem Doppelwinkel auslaufenden Chromlinen so breit wie möglich zu bekommen.

Auch die beiden dünneren Chromspangen im unteren Kühlereinlass haben zusammen mit den Nebelscheinwerfern wohl nur die Aufgabe, den Wagen breiter wirken zu lassen.

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Und diese Wirkung wird auch nicht verfehlt. Ich parke immer absichtlich in Fluchtrichtung. Die Ansicht von vorn ist wirklich schwer beeindruckend.

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Das Heck hat es aus designerischer Sicht nicht weniger faustdick hinter den Ohren – geht aber einen ganz anderen Weg. Den der Verschmälerung.

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Unglaublich viele vertikale Linien, beginnend mit den Rückleuchten, der Unterteilung des Stoßfängers bis hin zu den kleinen Lampen neben dem Kennzeichen sorgen für eine optische Verschmälerung der Heckansicht. Ich finde das fast die Schokoladenseite – auch noch aus anderen Gründen (siehe nächster Punkt).

Irgendann muss man sich dann aber auch gesondert mit den Scheinwerfen beschäftigen, die bei den 6-Zylinder-Modellen sogar mitlenken. Und zwar so richtig. Nicht mit Einschalten des jeweiligen Nebelscheinwerfes, wie es jüngere Konzepte taten. Nein, sie lenken wirklich mit. Und das finde ich unter anderem auch so faszinierend an meinem Modell aus 2006. Es ist eine Zeit, in der Technik noch zeigen durfte, dass sie arbeitet. Man bekommt die Funktionen noch mit. Es ist nicht ein sich vollkommenes Zurückziehen in die Unauffälligkeit. Herrlich. Aber das nur am Rande.

Zum Design der Scheinwerfer. Diese beinhalten sowohl vorn als auch hinten zusätzliche Positionsleuchten, die in Eurpa eigneltich unüblich sind. Deren Gestaltung und Umsetzung zeigt (nicht nur hier) den Willen Citroëns, wirklich etwas Besonderes auf die Beine zu stellen.

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Der Übergang der fließenden Seitenlinie in die wahrlich eigenwillig gestaltete Rückleuchte ist dann der Punkt, an dem sich spätestens die Geister scheiden.

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Die aufsteigende Chromlinie, die Form des hinteren Seitenfensters sowie der Übergang in die Rückleuchte mit derem bumerangförmigen Auslaufen (was im Heck zu einer senkrechten Heckleuchte führt) hat wohl bei der Gestaltung mehrere Monate in Anspruch genommen. Als der Wagen herauskam, fand ich das hässlich. Mittlerweile ist es, wie schon erwähnt die Schokoladenseite für mich.

übertriebenes Zitat

Die Heckscheibe habe ich bisher ausgelassen. Da komme ich mit einem Beispiel aus meiner Branche. Unsere Kunden geben Unmengen an Geld aus, um ihre Musik, mit der sie in den 70ern vor billigsten Kassettenrekordern aufgewachsen sind, mit einer der damaligen mithalten könnenden Begeisterung hören zu können. Da sie jetzt aber, nach jahrelangem Studium von Fachzeitschriften, intellektuell begriffen zu haben scheinen, wie Musik richtig wiederzugeben ist, können sie es mit billigem Equipment einfach nicht mehr genießen. Da ist ein psychologische Sperre drin.

Und genauso verhält es sich mit der konkaven Heckscheibe des C6, die ein Zitat des CX ist. Aber eben nicht ein angedeutetes Zitat sondern ein um 10er-Potenzen übertriebenes.

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Dass das ganze die aerodynaische Funktion einer regenfreien Heckscheibe hat, kann ich einerseits bestätigen, gebe aber andererseits auch zu, dass es schlicht rattenscharf aussieht und mir die Funktion eigentlich wurscht ist.

Citroëns Wille, etwas besonderes zu präsentieren

Man hatte sich kurz vor der angewiderten Abstreifung des Doppelwinkels und Neuausrichtung im Premiumsegment hin zur Marke DS noch getraut, das Markenemblem auffällig herzuzeigen. Selbst auf den seinerzeit ausgelieferten Roccastrada-Felgen ist das Logo markant präsent. Das wurde bereits beim Facelift mit den dann montierten Atlantique-Felgen aufgegeben. Schade.

Es ist klar der Wille zu spüren, eine Oberklasselimousine zu bringen, in der auch staatstragende Persönlichkeiten mit französischem Flair, elegantem aber auch mutigem Chic stilvoll vorfahren können. Vielleicht hat hier und dort noch die ein oder andere Konsequenz gefehlt. Aber an auffallend vielen Details ist der Wagen so anders, dass es einem Wunder gleich kommt, dass das Management die Produktion freigab.

Stolpersteine

Auf die Abdeckung der hinteren Räder, wie sie bei DS und CX üblich war, verzichtete Citroën ja schon beim XM und Versuche, diese von dritter Seite als Aftermarketlösung für den C6 anzubieten halte ich ehrlich gesagt ästhetisch für gescheitert.

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vergebene Chancen

Die Designer haben viel Mut bewiesen. Definitiv. Und ganz klar sind sie für den Geschmack der frühen 2000er wohl auch übers Ziel hinausgeschossen. Das beweisen ja schon die Verkaufszahlen. Man hätte aber auch noch mehr machen können. Viel mehr. Vor allem im Innenraum. Der ist nämlich an Langeweile kaum zu überbeiten und hält auch einige wirkliche Katastrophen bereit. Bleiben wir aber noch kurz beim Exterieur. Die absolut genial angebrachten Blinker der DS oben an der auslaufenden Dachkante warten bis heute auf ein Zitat.

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Ebenso hätte eine Zweifarbigkeit, wie sie nur einmal als Sondermodell gebaut worden ist – zumal mit einem geschmackvolleren Kontrast als nur schwarz und weiß – eine weitere noble Note bringen können. Da erinnere ich gern an die Sakko-Bretter bei Mercedes, deren farbliche Abstimmung bis auf wenige Ausnahmen wirklich toll waren.

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Zum Interieur

Hier stelle ich die Designstudie, den Lignage aus 1999 dem C6 gegenüber. Mehr braucht man dazu nicht mehr sagen. Da hat die Mannschaft ganz eindeutig den Mut verlassen. Sehr, sehr schade. Natürlich ist der C6 auch im innern eine Wohlfühloase, aber da wäre mehr drin gewesen. Gerade das absolut hässliche Zentraldisplay, das wirklich in Absolutheit deplaziert wirkt als auch das vollkommen langweilige Lenkrad sind ein Anblick des Grauens.

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Wenn sie einfach nur kommentarlos das Lenkrad des seinerzeitigen C4 verbaut hätten, wäre schon viel gewonnen gewesen.

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Nachfolger des Designs

Jetzt kommt es ganz dicke und ich freue mich schon auf heftigsten Widersrpuch. Ich schaute mir neulich zwei Videos zum Mercedes EQS an. Eins von Alexander Bloch, ein anderes vom von mir so heiß geliebten Carranger.

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So schlimm es auch für den ein oder anderen sein mag. Schaut Euch eines der beiden Videos an, stellt die Augen leicht unscharf und ihr seht darin irgendwann den C6. Natürlich kann Mercedes die ganzen markenspezifischen Zitate von alten Citroën-Modellen nicht aufnehmen (wollen), aber ich fresse einen Besen, wenn die Designer nicht hinter vorgehaltener Hand zugeben, dass sie im Designprozess auch mal flüchtig ein Bild des C6 gesehen hatten.

Interessant ist ja vor allem, dass der Carranger den EQS abgrundtief hässlich findet und sogar im Video bereits Tipps gibt, wie man die schlimmsten Sünden recht leicht selbst beheben kann.  Andererseits war er seinerzeit vom C6 Testwagen so angetan, dass er sich im Nachhinein einen kaufte. So eng liegen Wohl und Wehe beieinander.

Fazit

Neue Lampentechnik, die Räder vielleicht auf 19-Zoll hochziehen, anständiges Interieur – aber bitte ohne vollflächige Bildschirme – und Du kannst den Wagen ansonsten unverändert genau so wieder auf den Pariser Autosalon stellen. Heute würde er vielleicht sogar verstanden werden.

 

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  • Like 5
Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb MB1976:

mit den Scheinwerfen beschäftigen, die bei den 6-Zylinder-Modellen sogar mitlenken

Auch bei den 4-Zylindern. Hängt von der Ausstattung ab, nicht vom Motor.

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb MB1976:

Jetzt kommt es ganz dicke und ich freue mich schon auf heftigsten Widersrpuch. Ich schaute mir neulich zwei Videos zum Mercedes EQS an. Eins von Alexander Bloch, ein anderes vom von mir so heiß geliebten Carranger.

Das ist so abwegig, dass es nicht mal lohnt, zu widersprechen. Und Carranger geht mir am Poppes vorbei.

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb MB1976:

Wenn sie einfach nur kommentarlos das Lenkrad des seinerzeitigen C4 verbaut hätten, wäre schon viel gewonnen gewesen

hattest du das schonmal in der Hand? Ziemlich klapprige Anmutung ... eine wertige Version in guter Haptik kam erst 2008 im C5 III

Geschrieben
Am 29.10.2024 um 08:56 schrieb Koelner:

hattest du das schonmal in der Hand? Ziemlich klapprige Anmutung ... eine wertige Version in guter Haptik kam erst 2008 im C5 III

Saublöd gefragt: kann man sowas umbauen? 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Stunden schrieb MB1976:

Saublöd gefragt: kann man sowas umbauen? 

da Airbagvolumen und Ausfaltung (Öffnungswinkel etc) sehr genau fahrzeug-spezifisch berechnet und getestet werden, ist das vermutlich legal nicht möglich. 

Technisch ginge es vielleicht… Man müsste ein Canbus Converter programmieren, der die Befehle der Lenkradtasten auf den C6 anpasst. Solche Projekte gibt es auf Arduino Basis. 

Optisch: Es gibt das C5 Lenkrad nur in schwarz….. 

Bearbeitet von Koelner
  • 3 Monate später...
Geschrieben (bearbeitet)

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So, nun ist es endlich soweit. Ich habe mir schon im Oktober im Netz 4 einzelne 18" Roccastradas zusammengekauft und aufbereiten lassen. Montiert sind Michelin CrossClimate 2. Unglaublich, wieviel ruhiger der Wagen nun fährt, nachdem die unsäglichen Hankook Winterreifen auf 17" runter sind.

Bearbeitet von MB1976
  • Like 2
Geschrieben

Gerade schenkte mir ein älterer Bekannter ein eco OB2. Das ist ein Dongle, dass man auf die Diagnosebuchse stecken soll und das nach 200 km beginnt, den Spritverbrauch um 15% zu senken. Lustig - erst nachh 200km. Ist klar. Der ADAC kommt zu einem vernichtenden Urteil. Aber das kommt er ja oft. Hat das von Euch schon mal jemand versucht? Gibt es Erfahrungen damit?

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Erster Erfahrungsbericht nach nun gut 10.000 km.

Ich hatte mit im Oktober letzten Jahres einen gebrauchten C6, 2.7HDI Exclusive EZ 07/2006 aus privater Hand mit 228.000 km für 4.000 gekauft. Die Anfangsstorys sind ja oben zu lesen. Nun hat er 240.000km auf der Uhr und es ist Zeit für einen ersten Zwischenbericht.

Bisher machen lassen:

- sofort am ersten Tag: Ölwechsel auf 5W40 (muss bald wiederholt werden)

- Wechsel der Koppelstangen Vorderachse und damit verbunden Achsvermessung

- 4 Stück 18" Roccastradas aus dem Internet einzeln zusammengekauft und komplett neu aufbereiten lassen.

- In diesem Zusammenhang 4 Stück Michelin CrossClimate 2 aufziehen lassen. Für mich die besten Reifen. Fahre ich schon seit 400.00 km auf meinen beiden Espace.

- Bremse Hinterachse neu (1x Bremszange, 2x Scheiben und Beläge)

- Wechsel der Birnchen Positionsleuchte vorn beidseitig (Eigenarbeit)

Was gemacht werden muss:

- spätestens nächstes Jahr Zahnriemen

- Getriebeölspülung

Ich bin absolut begeistert. Es ist ein wirklich toller Wagen. Er muss auf der Fahrerseite mal etwas gehabt haben. Die Fahrertür geht schwerer wie die anderen und die ganze Fahrerseite wurde mal nachlackiert. Ist mir für den Preis wurscht. Was soll ich mich aufregen?

Das Getriebe mag ich nicht so. Aber das könnte sich nach einer Getriebölspülung vielleicht ändern. Es schleift hier und da schon ein bisschen. Außerdem stört es mich, dass erst bei 100 km/h in den sechsten Gang geschaltet wird.

Der Tempomat ist sehr zornig. Im Espace beschleunige ich auch mit den Tempomattasten, das hat hier keinen Sinn. Der zieht dann mit schätzungsweise 80% Gaspedalstellung hoch. Das bringt mir zu viel Unruhe in den Wagen. Natürlich hat er auch das Kontaktproblem. Mal sehen, ob ich das mal öffne.

Über die Federung könnte ich seitenlang schreiben. Nur soviel: auf kurze Stösse reagiert sie tatsächlich nicht gut. Alles andere ist perfekt. In einem anderen Thread hatte ich mitgelesen, dass das ständige Nachschwingen nur eine Simulation von Komfort sei. Darüber kann man nachdenken. Ich fahre auf der Autobahn tatsächlich lieber in Sport. Es ist exakt gleich komfortabel, aber das Nachschwingen hört sofort auf. Auf der Landstraße oder in der Stadt mag ich aber die Comfort-Stellung lieber.

Zusammengefasst: ich hatte noch nie ein so vollendetes Auto Punkt 

Dass ich gleichzeitig noch nie eine solche Diva hatte, bei der man sich nicht traut wirklich mal draufzudrücken, steht auf einem anderen Blatt. Aber so diszipliniert man sich schon von alleine, es nicht zu übertreiben.

Verbrauchsmessung habe ich nur einmal auf einer Fahrt nach Leipzig gemacht. Hinweg wirklich zügig 9,2, Rückweg gemütlich bis immer noch nicht langsam 7,8.

Der Motor: beim Kaltstart nach wenigen Tagen Standzeit braucht er einen Moment, bis er rund läuft. Ansonsten ist er ein Gedicht. Der Sound ist göttlich. Deutlich besser als der SDV6 eines 2015er Range Rovers in der Bekanntschaft.  Um 2.000 U/Min höre ich ein leichtes Brummen durch die Karosse gehen. Viellleicht sollte man mal die Motorlager tauschen. Das böse Wasserrohr ist augenscheinlich durch Alu ersetzt. Da der Motor jetzt so lange gelaufen ist, habe ich die Hoffnung, dass er haltbar sein könnte. Trotzdem fährt ständig die Angst mit, wenn man mal 160 fährt.

Verarbeitung:

Zunächst: es funktioniert bis auf die Sitzheizung Fahrer absolut alles. Also wirklich alles. Zum Glück habe ich kein Schiebedach, schon mal ein mögliches Problem weniger. Die A, B und C-Säulen brauchen neuen Stoff. Im Heckdeckel klappert etwas herum, ebenso in der Fondtür rechts. Ansonsten ist alles auffallend Straff und gut verarbeitet. Und das nach 19 Jahren. Ich bin begeistert.

Nicht wegen der Sitzheizung - wirklich nicht: ich würde gern die schwarze Lederausstattung gegen Velours tauschen. Vielleicht hat einer von Euch Interesse.

Würde ich ihn nochmal kaufen? Ich glaube schon, würde aber den Benziner bei der Suche nicht mehr so konsequent ignorieren.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb MB1976:

Der Tempomat ist sehr zornig. Im Espace beschleunige ich auch mit den Tempomattasten, das hat hier keinen Sinn. Der zieht dann mit schätzungsweise 80% Gaspedalstellung hoch. Das bringt mir zu viel Unruhe in den Wagen. Natürlich hat er auch das Kontaktproblem. Mal sehen, ob ich das mal öffne.

Schöner Erfahrungsbericht, danke! Vieles kann ich bestätigen.

Der "zornige" Tempomat (hübsche Bezeichnung, gefällt mir!) hat mich auch genervt. Ich dachte eigentlich, dass der vor allem beim Benziner so sei und die Abstimmung mehr für den Diesel passt, aber offenbar ist dies nicht der Fall. Jedenfalls schaltet meiner (nach drei Gedenksekunden) auch noch gerne zwei Gänge runter, um die letzten 2 km/h zur eingestellten Geschwindigkeit noch mit viel Getöse zu erreichen. Ich behelfe mich jeweils damit, auf Autobahnstrecken in die manuelle Gasse zu wechseln, so dass der 6. Gang beim Beschleunigen drin bleibt. Sollte dies zu lahm sein (Steigung oder zu grosser Geschwindigkeitsabfall), schalte ich kurz manuell runter und dann wieder in den 6. zurück. Hört sich anfangs etwas kompliziert an, aber mir ist dies inzwischen so in Fleich und Blut übergegangen, dass ich gut damit leben kann.

Beim Kontaktproblem scheine ich der einzige zu sein, der noch nie damit gekämpft hat. Schon erstaunlich. Ich kann nur hoffen, dass das so bleibt. Fahren ohne Tempomat kann ich mir eigentlich kaum mehr vorstellen (obwohl ich mich mit dem BX jetzt wieder etwas daran gewöhne).

Geschrieben
Am 8.10.2024 um 15:54 schrieb uwe.v11:

mein C6 mit 3 Liter HDI macht sogar die 6 vor dem Komma.

Angegeben ist er mit 7,3Liter auf/100km

 

Geschrieben

Rotkäppchen, das  glaube ich Dir sofort.Die 6 vor dem Komma. Altersbedingt fährst Du bestimmt ruhiger und bedachter. Bei uns ist alles soweit okay...Ich nehme an, bei Dir ist auch soweit alles im grünen Bereich.

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