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Geschrieben

Nach 2 Wochen USA Urlaub stieg ich freudig in meinen Xantia.

Auch wenn der Lincoln Navigator Leihwagen ganz nett war, die Ledersitze im Xantia, besonders die Luft- Rückenstützen sind doch um Klassen besser - eben orthopädisch.

Dann das böse Erwachen Nr. 1 - Batterie leer. Nun ja, die Kontrollampe vom Anschluss des Navi- Systems hat wohl die ganze Zeit geblinkt, und ganz neu ist die Batterie nicht mehr. Aus der Werkstatt meines Reisegefährten mal eben den Jumpstarter geholt - Auto springt an.

Fahr mich mal eben zur Garage meinen Lincoln holen sagte mein Kumpel, und dann passierte es: Sport und Winterlampe blinken gleichzeitig, Anfahren nur noch in 2 wenn nicht sogar in 3.

Wieder an der Werkstatt, Sicherung 17 (Automatikgetriebe) raus und wieder rein, und seitdem schaltet er wieder normal.

Wäre ich nicht vorher ohne Probleme mit dem Wagen gefahren und nicht ein Tröpfchen Öl unter dem Wagen gewesen wäre, hätte ich vielleicht an zu geringen Ölstand gedacht........

Hat schon mal jemand so einen Defekt gehabt?

Nicht auszudenken wenn ich der "richtigen" Werkstatt in die Hände gefallen wäre.....

Geschrieben

Hallo!

Ich selbst habe den Fehler noch nicht gehabt, kann mir aber vorstellen, daß durch Unterspannung die Elektronik etwas verrückt gespielt hat!Gerade dann, wenn Du direkt nach dem ersten-durch leere Batterie-Startversuch dann mit Fremdstarthilfe gestartet hast!

Wie du ja schreibst war nach einem Reset (Sicherung raus und wieder rein) wieder alles OK! Beobachte weiter und lasse den Speicher auslesen und löschen!

Ölverlust-bei mir waren es mal 3.5l-hat sich bei mir nicht durch Aufleuchten der beiden Programmlampen bemerkbar gemacht!Nur Schaltzeitpunkte verschoben und manchmal wirres hin- und herschalten bei normalen Durchschalten von 1-4.

MfG

Geschrieben

Hallo,

das trat bei mir auch schon mal auf. Ich hab dann den Fehlerspeicher des Getriebes auslesen lassen, aber da war kein Fehler gespeichert.

Bei mir trat es nach einer langandauernden Bergauffahrt im Kolonenverkehr auf. Hab den Xantia dann auf den Parkplatz abgestellt. Als ich wieder weggefahren bin so 2 Stunden später, blinkten auch beide Lampen.

Hab dann nach einen Km Fahrt mal den Motor ausgemacht und wieder gestartet, war dann wieder alles normal.

Schlußforderung die ich daraus ziehe, bei mir dürfte das Getriebeöl sehr

heiß geworden sein und ist dann aus allen Ölkanälen und Bohrungen in die

Ölwanne abgelaufen, bei dir dürfte dasselbige durch die lange Standzeit

passiert sein.

Wahrscheinlich sprechen dann irgendwelche Öldruckschalter an und signalisieren eben durch das Blinken beider Lampen einen Fehler.

Hab übrigens ein ZF 4HP20 eingebaut - mit Ölmeßstab - und will jetzt mal

das Getriebeöl wechseln.

Zwei Fragen dazu: Gibt es einen Filter den man dabei reinigen kann?

Muß man unbedingt das Esso ATF nehmen oder tut es ein anderes

Dexron3 ATF auch?

Grüße

Franz

Gast gelöscht[107]
Geschrieben

Das war eindeutig Unterspannung, also ein simpler elektrischer Fehler, auf den die Steuerung reagiert hat. Man sollte dazu wissen, dass jede heutige Elektronik einen integrierten "Spannungsstabilisator" hat zum Schutz gegen zerstörerische Über- und Unterspannung.

Die mit Abstand häufigsten Fehler sind "elektrische Fehler".

Selbst bei wochenlangen Standzeiten ist das Getriebe nach Start sofort voll betriebsbereit ohne irgendwelche Ölablaufungen.

Sehr wahrscheinlich ist in Fall 1 ein Notprogrammlauf wegen gemelderter Unterspannung (weil bei falscher Spannung bestimmte Sensoren keine korrekten Messwerte liefern können: die Steuerung blendet dann sozusagen diese Werte aus und fährt Notbetrieb). Nach Rücksetzen ist der Fehler verschwunden.

In Fall 2 dürften wegen hoher Wärmenetwicklung der eine oder andere Wackelkontakt an Sensorsteckern aufgetreten sein, mit gleichem Ergebnis. Nach Weiterfahren kühlt sich soweit alles wieder ab, dass der Fehler verschwindet. Hier ist sehr sinnvoll, alle Steckverbindungen mal zu reinigen und mit Kontaktfett zu behandeln.

Das Getriebeöl wird temperaturüberwacht (wenn nicht im Winterprogramm gefahren wird), so dass ein Notprogramm im Sinne von ausgefallender Komponenten nicht auftritt, sondern nur ein Fahren in der höchsten Kennlinie mit kürzestmöglichen Schaltzeiten auftritt. Das wird aber nicht mit den zwei Leuchten signalisiert, sondern ist nur erkennbar an Schaltpunkten jenseits der 3000 Upm.

Mechanische oder hydraulische Probleme liegt in beiden Fällen jedenfalls nicht vor.

Ich hatte mal diese Doppelblinken, weil der Motor nicht unmittelbar ans Gas ging, wenn ich Gas gegeben habe. Die Steuerung erkannte also keine Beschleunigung, obwohl sie gemäß Kennfeld und Signalisierung der Motronik hätte auftreten müssen. Das Getriebe wird in diesem Fall immer weiter runtergeschaltet, bis lt. Kennfeld der unterstmögliche Gang erreicht ist. Dann sprangt das Notprogramm an mit Doppelblinken. Der Fehler war gespeichert als Öldruckfehler (genaue Bezeichung weiß ich nicht mehr). Abhilfe: Fehler löschen (und natürlich Motor in Ordnung bringen). Fertig. Dem Getriebe fehlte rein gar nix.

Geschrieben

Hallo Peter!

Ich bewundere immer wieder Deine kompetenten und einleuchtenden Antworten!

Könntest Du Dich auch nochmal zu ATF (ACCM Franz) äußern bitte! Ich selbst habe mir ja damales das Öl direkt von Cit. besorgt!Da steht/stand aber nichts von ATF-Kompatibilitäten auf dem Kanister!

MfG

Geschrieben

@Franz:

Wie willst Du das Automatiköl denn ablassen?

Du hast zwar einen Ölmessstab am 4HP20 aber keine Ablassschraube; und beim Absaugen durch die Peilstaböffnung kriegst Du nur verschwindend wenig raus.

Oder hast Du noch eine andere Idee?

Gruss

/Axel

Gast gelöscht[107]
Geschrieben

Ölwechsel ist beim 4HP20 auch gar nicht vorgesehen, sondern nur Nachfüllen bei Verlust.

Da man bei einem gedachten Ölwechsel (Ablassmöglichkeit ist serienmäßig nicht oder nicht immer vorhanden) bestenfalls 1/3 des Gesamtöls ablassen kann, wäre ich ohnehin vorsichtig, Fremdöle einzumischen, wenn keine ausdrückliche Kompatibilitätsfreigabe vorhanden ist. Preis hin oder her. Mag sein, dass das funktionieren KÖNNTE. Wenn nicht, wirds jedenfalls krachend teuer.

Geschrieben

Hallo,

nachdem wir zwei Werkstätten vorgeschlagen haben, einmal Cit und einmal

Automatikfachbetrieb das Öl zu wechseln, sollte es ja eine Ablaßmöglichkeit geben. Muß mir das ganze erst selbst nochmal ansehen.

Es werden ca 3-4 Liter Öl erneuert.

Vorgeschrieben ist ja Esso ATF LT 71141, lt Schmierstoffliste ZF ist das ein Dexron3 Produkt.

Meine Frage bezog sich eben darauf, wenn ich auf die Lebensdauerfüllung keinen Wert lege und alle 30.000 oder 40.000 km, mal das Öl wechsle tuts dann ein billiges Dexron3 auch?

Und was ja auch zu bedenken ist, irgenwann gibts ja das LT 71141 nicht

mehr, was schütt ich dann rein?

Grüße

Franz

Gast gelöscht[107]
Geschrieben

Hm,

es ist eindeutig vorgegeben, dass die Ölfüllung timelife ist - vom HERSTELLER aus. Mir ist einfach der verschlungene Gedankengang einer angeblich qualifizierten Werkstatt unklar, wieso dann doch Ölwechsel vorgeschlagen werden.

Ich habe da oft den Eindruck, dass das einfach so dahergeredet wird, ohne mal das Getriebe genauer angeguckt zu haben. Naja, und Geld bringts auch.

Das 4HP20 kennt keinen Ölwechsel, auch bei vielen 100tkm nicht !!! Alles andere ist unsinnig. Und bei Einsatz eines falschen Öles ist das ganze Getriebe nicht mehr timelife.

ehem. accm wonebel
Geschrieben

@Franz Z:

Wenn das 4HP20 einen Ölmeßstab besitzt,dann hat es auch eine Ablaßschraube.

Siebe oder Filter gibt es keine.

Wenn vor dem Wechsel das Getriebe richtig warmgefahren wurde ,kann man ca.4,5 Liter austauschen.

Es ist mit Sicherheit kein Schaden das Öl zu wechseln,allerdings würde ich vorsichtshalber nur das Originalöl verwenden.

@Peter V :

Der von Dir erwähnte HERSTELLER hat die "Timelifegeschichte" auch mal über das 4HP18 erzählt.Was daraus geworden ist wissen wir ja alle.

Geschrieben

Vielen Dank für die technischen Erläuterungen, sehr beeindruckendes Fachwissen zu diesem Getriebetyp.

Die Lebensdauerfüllung ist mir auch nicht so geheuer, allerdings habe ich etliche US- Automaten kennegelernt, die mit deutlich schlechteten Ölen ohne Wechsel über 10 oder sogar 20 Jahre klarkamen, andere spielten gerade nach einem Ölwechsel verrückt.

Ein Freund hatte mächtig Probleme mit seinem Getriebe am 5èr BMW, dort ist eine Ablasschraube, man kriegt aber nichts rein. Letztendlich wurde der Wagen in eine Werkstatt gebracht - Öl hatte er ja abgelassen, wo dann mit Druck an einer bestimmten Stelle Öl hineingedrückt wurde.

Ich werde wohl mal nach dem Peilstab suchen, und falls erforderlich, nur nachfüllen.

Beim HP18 kenne ich nur die 45.000 oder 60.000èr Wechselintervalle.

Ein Freund fährt heute noch meinen 93èr X1 2,0 mit weit über 200.000 Km, 1. Motor, 1. Getriebe. Das Öl wechselt er nur nach Vorschrift, fährt ziemlich schnell auf Autobahnen. Interessant in dem Zusammenhang, dass er Opel Mitarbeiter ist, und bis heute allen Versuchen, ihm ein corporate konformes Auto zu top Konditionen zu verkaufen, wiederstanden hat ("der Xantia läuft wie schweitzer Uhrwerk, warum abgeben?").

Geschrieben

Hallo zusammen,

ich kann Euch nur mal meine Erfahrung mit dem "lebensdauergefüllten" und bei Citroen gewarteten AL4 Getriebe mitteilen. Nachdem es mir doch etwas zu ruppig geschalten hat habe ich mir Dexron III besorgt (20 Liter für 60 Euro inkl. Versand), das entspricht nämlich den Total Öl das Citroen eingentlich vorschreibt.

Beim Ablassen kam mir eine ziemlich trübe Brühe entgegen, eher wie Motorenöl. Es hat nicht verbrannt gerochen, aber es hat ausgesehen als wären sämtliche Reibbeläge da drin gelöst.

Ich bin also der Meinung, dass man aus einem Lebensdauergefüllten Getriebe ruhig mal was ablassen kann, und dann sieht man schon wie das Zeug aussieht und riecht.

Ich habe freiwillig dreimal hintereinander gewechselt bis das Öl klar rauskam und siehe da es schaltet auch besser!

Nebenbei bemerkt entfernt man so auch den Abrieb aus dem Getriebe der nicht von Magneten angezoegn und festgehalten wird!

Gruss

Norbert

Geschrieben

Hallo!

Vom Lincoln Navgator in den Xantia: wirklich ein krasser Wechsel.

Hier gerade mal ein Foto von dem Gestühl des lincolns:

http://www.lincoln.com/vehicles/navigator/gallery/photos_interior.asp

MFG

  Zitat
aquablue postete

Auch wenn der Lincoln Navigator Leihwagen ganz nett war, die Ledersitze im Xantia, besonders die Luft- Rückenstützen sind doch um Klassen besser - eben orthopädisch.

Geschrieben

Hallo,

mein Öl sieht ungefähr so aus wie Norbert schreibt, nicht mehr rot sondern eher braun, und deshalb solls auch raus.

Die Lebensdauer des Öls scheint nach 85.000 km auf jeden Fall erschöpft zu sein.

mfg

Franz

Geschrieben

Hallo!

@ACCM Franz

Rot ist das Originalöl nicht!Es sieht eher wie normales frisches Motoröl aus!

MfG

Gast gelöscht[107]
Geschrieben

zu @009:

Stimmt, ZF hatte timelife bei 4HP18 gegeben. Da abert C das Getriebe bei Motoren einsetzte, für die das Getriebe nicht gebaut war (zu hohes Drehmoment), hatte ZF genau hierfür einen Ölwechsel vorgegeben !!!!

Das 4HP20 ist mehr als ausreichend dimensioniert für den V6.

Bei meinem X2 V6 hat das Getriebe nach mittlerweile 160 tkm noch exakt die gleichen Schalt- und Fahreigenschaften wie zu Anfang. Die größte mir bekannte Laufleistung hatte ein V6 mit über 500 tkm mit 1. Motor und 1. Getriebe 4HP20. Über die gesamte Laufzeit nur Ölstandskontrolle, keinen Wechsel.

Mein Getriebe (Bj. 2000) hat übrigens nur die Kontrollöffnung ohne Peilstab und keine Ablassschraube.

Lutz57 hat in @013 die Kontrollöffnung und die heute einzig bekannte Undichtmöglichkeitstelle (die ich bei meinem Getriebe auch schon hatte) aufgeführt. Mehr ist da wirklich nicht zu tun.

Zu @014:

Die braune Ölfarbe ist absolut normal und stellt sich auch bei nagelneuen Getrieben schon nach wenigen tkm ein. Die Verschleißgrenze des Getriebes ist erreicht, wenn das Öl eine schwarze Farbe angenommen hat und etwas brandig riecht. So lange das Getriebe voll funktionsfähig ist, bleibt die Ölfarbe braun und wird erst bei sehr hohen Laufleistungen dunkelbraun.

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